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2021 sollen die Wohnungen am Ostbahnhof fertig sein.

Wohnen in Frankfurt

Leben am Ostbahnhof

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Projektentwickler wollen auf dem früheren Güterbahnhofgelände im Frankfurter Ostend 280 Wohnungen bauen. Sie sollen zum Teil in einem 16-geschossigen Hochhaus an der Ferdinand-Happ-Straße Platz finden.

Die Entwicklung des früheren Güterbahnhofgeländes im Ostend in ein Wohnquartier nähert sich dem Abschluss. Auf einem noch freien Grundstück, an der Ecke Ferdinand-Happ-Straße/Gref-Völsing-Straße, ganz im Westen des Quartiers, wollen der Münchner Projektentwickler Isaria Wohnbau, der Frankfurter Projektentwickler Max Baum Immobilien und die städtische Wohnungsgesellschaft ABG zusammen rund 280 Wohnungen errichten. Diese sollen in einem Hochhaus mit 16 Geschossen, das 51 Meter hoch werden soll, und zwei siebengeschossigen Gebäuden Platz finden. Der Bebauungsplan für das Areal ermöglicht eine Bebauung bis 51,50 Meter Höhe.

Baubeginn für das Projekt in der Nähe des Ostbahnhofs, das als „Schwedler Trio“ vermarktet wird, soll im Juli kommenden Jahres sein. Die Fertigstellung ist nach Angaben der Projektentwickler für Herbst 2021 geplant.

153 Wohnungen, von denen 91 in dem Hochhaus Platz finden sollen, will Isaria bauen und einzeln verkaufen. Preise stehen nach Auskunft eines Sprechers noch nicht fest. Der Entwickler rechnet jedoch mit einer besonderen Nachfrage. Schließlich böten die Wohnungen einen ungestörten Blick auf die Frankfurter Skyline und die Europäische Zentralbank.

Im nördlichen Teil des Geländes wird Max Baum laut ABG-Geschäftsführer Frank Junker 96 öffentlich geförderte Mietwohnungen für die Wohnungsgesellschaft errichten. Davon werde es sich je zur Hälfte um Sozialwohnungen handeln, die für 5,50 und 6,50 Euro pro Quadratmeter vergeben werden, sowie um Wohnungen des zweiten Förderwegs, die zu Mieten von 8,50, 9,50 und 10,50 Euro pro Quadratmeter vermietet werden, hieß es auf Anfrage. Eine Kindertagesstätte soll ebenfalls entstehen. Auf diesem Teil des Grundstücks sollen zudem 35 frei finanzierte Wohnungen Platz finden, die Max Baum selbst vermieten will.

Hunderte Wohnungen sind in den vergangenen Jahren bereits in diesem Bereich des Ostends entstanden. So hat etwa Max Baum in einem anderen Abschnitt des „Schwedler Carées“, den „Schwedler Gärten“, 392 Mietwohnungen gebaut. Mehrere Hundert Wohnungen sind noch im Bau oder geplant. Allein am Honsell-Dreieck, wo der Hamburger Projektentwickler im Frühjahr mit dem Bau des „Hafenpark-Quartiers“ begonnen hat, sollen 600 neue Wohnungen entstehen.

Befeuert durch den Umzug der Europäischen Zentralbank und die vielen meist teuren Wohnungen, die in deren Umfeld entstanden, sind die Mieten und Preise im früheren Arbeiterviertel in den vergangenen Jahren deutlich stärker gestiegen als in anderen Frankfurter Stadtteilen. Dort werden Bestandswohnungen nach Zahlen der Frankfurter Immobilienberaters Immoconcept inzwischen im Schnitt für 14,21 Euro angeboten, Neubauten noch deutlich teurer. Der Kaufpreis für eine Bestandswohnung liegt laut Immoconcept mit 5378 Euro pro Quadratmeter 140 Prozent über dem vor zehn Jahren.

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