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So soll der Neubau an der Waldschmidtstraße einmal aussehen.
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So soll der Neubau an der Waldschmidtstraße einmal aussehen.

Ostend

Kirchengebäude im Ostend wird neu gebaut

  • Boris Schlepper
    VonBoris Schlepper
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Für die Sankt-Nicolai-Gemeinde an der Waldschmidtstraße wird ein Neubau errichtet. Das Innere der Neuen Nicolaikirche soll im Anschluss saniert werden.

Auf die Mitglieder der Sankt-Nicolai-Gemeinde kommen einige Veränderungen zu. Das Gemeinde- und Pfarrhaus neben der Kirche an der Waldschmidtstraße soll abgerissen werden und einem Neubau weichen. Der Baubeginn ist für Oktober geplant. In zwei Jahren soll das Projekt, das der Evangelische Regionalverband (ERV) gemeinsam mit der Wohnbaugenossenschaft realisiert, abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf insgesamt rund 9,3 Millionen Euro.

Die Idee für das Projekt ist nicht neu. Da der rückläufigen Zahl an Protestanten und Protestantinnen in Frankfurt zu viele Gotteshäuser und Versammlungsorte zur Verfügung stünden, verkleinere der Regionalverband das Angebot, sagt Ralf Bräuer vom ERV. Im Zuge dessen hatte der Verband bereits 2017 einen Architektenwettbewerb für das knapp 2800 Quadratmeter große Areal im Ostend ausgelobt.

Durch den Abriss des Bestands neben der Kirche soll ein kleineres Gemeindehaus sowie ein Wohnhaus mit 15 Drei- und Vier-Zimmer Mietwohnungen entstehen. Für die Gemeindearbeit soll es für die Mitglieder während der Bauzeit ein Ausweichquartier in Laufnähe der Kirche geben.

Als Sieger aus dem Wettbewerb ging das Frankfurter Büro Turkali Architekten hervor. Dessen Entwurf sieht einen eingeschossigen Gemeindehausneubau vor, der sich direkt an das Seitenschiff der Kirche anschließt. Die Räume werden über einen zentralen, sich zur Waldschmidtstraße öffnenden begrünten Innenhof erschlossen. Alle Räume befinden sich im Erdgeschoss, teilt der ERV mit, sodass bei großen Veranstaltungen die Kirche und das Gemeindehaus räumlich verbunden werden können.

Der 720 Quadratmeter große Grundstücksteil für das Wohnhaus soll im Erbbaurecht über 75 Jahre an die Wohnbaugenossenschaft ergeben werden, die in dem Quartier bereits weitere Liegenschaften unterhält. Das Gebäude soll fünf Stockwerke zuzüglich eines Staffelgeschosses hoch werden. Die Wohnungen sind unter anderem mit Terrassen im Erdgeschoss sowie Loggien und großen Fenstern ausgestattet. Insgesamt entstehen 1800 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. In einer gemeinsamen Tiefgarage sollen 28 Stellplätze neu geschaffen werden.

Auch die 1909 eingeweihte Neue Nicolaikirche selbst werde im Rahmen der Bauarbeiten im Inneren saniert, sagt Bettina Behler vom ERV. Dabei sollen die Elektronik, Beleuchtung und die Heizung erneuert sowie Wände und Böden überarbeitet werden. Geplant sei es, das Gotteshaus jedoch erst nach dem Abschluss der Neubauarbeiten anzugehen.

Der Evangelische Stadtdekan von Frankfurt und Offenbach, Achim Knecht, begrüßt die Kooperation des Regionalverbands mit der Wohnbaugenossenschaft. „Sie passt zu unserem Ansinnen, mit unseren Liegenschaften sozial verantwortlich umzugehen.“

Auch Yavuz Tezcan, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft, ist angetan von den Bauvorhaben: „Wir haben hier die Chance, die Qualität des Quartiers zu steigern und ein auch optisch hochwertiges Ensemble gestalterisch weiter zu führen.“

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