Ostend

Wie sich Mieter wehren

  • George Grodensky
    vonGeorge Grodensky
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Eine Wanderausstellung im Frankfurter Ostend zeigt anhand konkreter Immobilien auf, wie es aussieht, wenn Investoren ihre Mieter vertreiben wollen.

Ostend. Die Nachbarschaftsinitiative NBO hat eine Wanderausstellung zu Mietervertreibung konzipiert. Eröffnung ist am Donnerstag, 20. August, um 18 Uhr im Frankfurter Garten, Danziger Platz, Ostend. Wegen der anhaltenden Corona-Plage, bittet die NBO um Anmeldung bis zum heutigen Mittwoch: nachbarschaftsinitiativenbo @yahoo.de

Zu sehen sind 16 Roll-Ups, aufrollbare Schauflächen mit Häusern, bei denen Investoren auf Mietervertreibung gesetzt haben, um höhere Profite zu erwirtschaften. Die Ausstellungsstücke zeigen etwa im Ostend die Wingertstraße 21 sowie die Zoopassage. Auch das von Gentrifizierung betroffene Nordend wird dokumentiert, etwa die Martin-Luther-Straße 61-63, die Hebelstraße 23 und die Neuhofstraße 19. Der fortwährende Verlust von preiswertem Wohnraum ist das größte Problem der Wohnungspolitik in allen Ballungszentren, teilt die NBO mit.

Zu Meilensteinen ihrer Arbeit zählt die Gruppe, die von ihr 2015 initiierte „Frankfurter Erklärung“, den Mietenstopp bei der städtischen Wohnungsbaugesellschaft ABG sowie bei der Nassauischen Heimstätte. Auch die Einrichtung der städtischen Stabsstelle Mieterschutz im Januar 2019 geht auf eine langjährige Forderung der NBO zurück.

Zusätzliche Besichtigungstermine im Frankfurter Garten sind am 21., 22. und 23. August von 14 bis 18 Uhr.

www.nbo-frankfurt-am-main.info

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