Ostend

Frankfurt: Kampf um 257 Sozialwohnungen im Ostend

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257 Sozialwohnungen im Ostend in Frankfurt verlieren Ende des Jahres ihre Bindung. Den Mieterinnen und Mieter drohen nun Mieterhöhungen. Sie hoffen auf die Stadt.

Mieterinnen und Mieter eines Häuserkomplexes im Frankfurter Ostend fordern die Stadt Frankfurt auf, die Sozialbindung für 257 Sozialwohnungen an der Waldschmidtstraße, der Wittelsbacher Allee und der Jakob-Carl-Junior-Straße nicht Ende 2020 auslaufen zu lassen. Aufgrund der prekären Wohnsituation in der Stadt seien sie darauf angewiesen, dort zu sozialverträglichen Preisen wohnen zu können, schreibt die Initiative WWJ. „Uns wäre es nicht möglich, auf dem freien Wohnungsmarkt bezahlbare Wohnungen zu finden.“

Die Mieterinnen und Mieter haben sich bereits an den Eigentümer des Komplexes und an das Planungsdezernat gewandt. Beide hätten sich jedoch nicht zuversichtlich gezeigt, dass die Bindungen verlängert werden. Im Gegenteil habe der Eigentümer auf Nachfrage mitgeteilt, er plane nach Ende der Sozialbindung Mieterhöhungen. Die Initiative befürchtet, dass die Mieten direkt um 15 Prozent steigen werden. Nehme der Eigentümer noch Modernisierungen an den Gebäuden vor, könnten die Mieten innerhalb von sechs Jahren sogar um bis zu zwei Euro pro Quadratmeter steigen, warnt Jürgen Lutz von „Mieter helfen Mietern“.

Planungsdezernent Mike Josef (SPD) versicherte am Montag im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau, es sei auch im Interesse der Stadt, Sozialbindungen zu sichern. Er werde dazu nun persönlich mit dem Eigentümer über eine mögliche Lösung sprechen, sagte er.

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