Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Schon im Sommer 2017 hatten Anwohner deutlich gemacht, dass der Paul-Arnsberg-Platz im Ostend begrünt werden soll. Um zu demonstrieren, dass etwas passieren muss, stellten sie Pflanzen auf.
+
Schon im Sommer 2017 hatten Anwohner deutlich gemacht, dass der Paul-Arnsberg-Platz im Ostend begrünt werden soll. Um zu demonstrieren, dass etwas passieren muss, stellten sie Pflanzen auf.

Ostend

Anpassung an das Klima

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
    schließen

Der Paul-Arnsberg-Platz im Ostend soll grüner und lebenswerter werden. Das Grünflächenamt will die Fläche an der EZB den Wünschen einer Bürgerinitiative folgend umgestalten.

Der Paul-Arnsberg-Platz soll lebenswerter und klimagerechter werden. Das Grünflächenamt will dafür einen Teil der dreieckigen Fläche an der Sonnemannstraße unweit der Europäischen Zentralbank entsiegeln, mehr Bäume pflanzen und Beete anlegen. Dabei orientiert sich die Behörde stark an Vorschlägen und Ideen, die die Initiative Papi des Vereins L(i)ebenswertes Ostend in den vergangenen Jahren erarbeitet hat.

Schon lange stehe der Paul-Arnsberg-Platz in der Kritik, sagt Jürgen Burkert vom Grünflächenamt in der Sitzung des Ortsbeirats 4 am Montagabend. Zu heiß wird die karge Fläche in den Sommermonaten, die Bäume können sich nicht richtig entwickeln, haben nur kleine Kronen und spenden kaum Schatten. Doch sei das Areal ursprünglich für Veranstaltungen, Feste und einen Wochenmarkt angelegt worden. Anforderungen, die zwar weiter möglich sein sollen, aber nicht mehr im Vordergrund stehen werden.

Für etwa eine Million Euro könnte der Platz ab Winter 2021 umgestaltet werden und an die klimatischen Veränderungen angepasst werden, sagt Birgit Greiner vom Grünflächenamt. Auch die Aufenthaltsqualität werde dadurch erhöht. Die Stadt will dafür die Oberfläche an mehreren Stellen aufbrechen und Beete mit Präriestauden sowie eine Blumenwiese mit einer regionalen Saatgutmischung anlegen. Die Zahl der Bäume werde von 16 auf 30 fast verdoppelt. Vorgesehen sei, einen Mix aus klimagerechten Arten in die Erde zu setzen, so Greiner. Der Trompetenbaum, der derzeit dort wächst, werde nicht mehr gepflanzt, da er für starke Hitzeperioden nicht geeignet sei.

Um mehr Schatten und Abkühlung zu bekommen, solle zudem im Norden des Platzes über eine Länge von 50 Metern eine Pergola errichtet und bepflanzt werden, sagt Greiner. Dort werde ein „angenehmes Mikroklima“ entstehen. Mehrere Sitzgelegenheiten sind dort vorgesehen. Zusammensetzen können sich Bürger:innen auch auf 40 Betonquadern mit hölzernen Sitzflächen, die auf dem Platz in Gruppen aufgestellt werden sollen.

Burkert vom Grünflächenamt geht davon aus, dass das Geld für die Umgestaltung zur Verfügung gestellt wird. „Man muss etwas tun für den Lebensraum Stadt, damit dieser lebenswert bleibt.“ Der Paul-Arnsberg-Platz werde deshalb nicht der letzte sein, der an die veränderten klimatischen Bedingungen angepasst werde. „Wir werden weitere Flächen umgestalten müssen, etwa den Riedbergplatz.“

Der Ortsbeirat stimmte der Planung zu. Auch die Initiative Papi ist sehr zufrieden. „Das ist ein Riesenerfolg für uns“, sagt Sprecherin Gudrun Schmidt. Das Grünflächenamt werde den größten Teil der Wünsche der Gruppe realisieren. Dass die Stadt 30 neue Bäume pflanzen und etwa die Hälfte der Fläche entsiegeln wolle, werde die Aufenthaltsqualität auf dem Platz enorm verbessern.

Die Initiative hatte noch angeregt, auf dem Areal ein Wasserspiel für Kinder zu installieren, so Schmidt. Der Vorschlag sei wegen der hohen Wartungskosten gestrichen worden. Auch waren ein Trinkwasserspender und kleine Laternen gewünscht. Sie hofft, dass für diese wenigstens die Leitungen gelegt werden, damit der Platz nachgerüstet werden kann.

Die BI hatte sich jahrelang mit der Umgestaltung beschäftigt und sich über einen eigens ins Leben gerufenen VHS-Kurs weitergebildet. In den Sommermonaten gießen Mitglieder die Bäume.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare