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Festival am Haus „Blaues Wasser“

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Von: Sabine Schramek

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Noch ist das Haus „Blaues Wasser“ grau, aber das soll sich auch noch ändern. Das Haus war 2020 ausgebrannt.
Noch ist das Haus „Blaues Wasser“ grau, aber das soll sich auch noch ändern. Das Haus war 2020 ausgebrannt. © Rüffer

Beim „Flussperle-Festival“ am Mainufer wartet eine entspannte Atmosphäre auf die Besucher und Besucherinnen.

Von außen sieht das Gebäude „Blaues Wasser“ nicht mehr knallblau aus, sondern grau. Ein langer Zaun bespannt mit pastellfarbenen Blumen entlang der Franziusstraße 35 ist dafür ein Hingucker vor dem Haus, das im August 2020 ausgebrannt ist. „Das wird auch irgendwann wieder blau. Baupläne und Baugenehmigung liegen vor, aber die Preise im Baugewerbe sind momentan zu hoch. Da verzögert sich alles“, erklärt Oli Gerhardt.

Das Schicksal hat Gerhardt und die Betreiber Goran Petreski und Matthias Martinsohn von „Blaues Wasser“ zusammengebracht. Der Veranstalter Gerhardt wollte eigentlich mit „Ours“ auf dem Wäldchestag-Gelände Anfang Mai eine Open-Air-Location mit internationalem Musikprogramm eröffnen. „Vier Tage vor Eröffnung kam trotz aller Genehmigungen von oberster Stelle das Aus. Weil sich ein Nachbar beschwert hat“, sagt Gerhardt. „Alles war fertig und wir wussten nicht, wohin. Jetzt sind wir hier“, sagt er erleichtert und zeigt auf die handfertigte Bühne.

Der Einlass ist geordnet, Security-Mitarbeiter weisen den Weg zum „Flussperle Festival“, das auf drei Bühnen auf dem Gelände von „Blaues Wasser“ und auf dem benachbarten Gelände vom Schwimmclub Sparta läuft. Schon im Sommer 2021 haben die Schwimmer ihren Pool und die idyllische Wiese für „Blaues Wasser“ zur Verfügung gestellt. Beats klingen durch Bäume, in Lounge-Stühlen und Sofas direkt am Ufer entspannen Besucher bei kühlen Drinks unter Sonnenschirmen.

Der Traum eines Restaurants im Gebäude ist aufgeschoben, köstliche kleine Gerichte bieten eine Vorschau. Mit BBQ, Smoker Grill und Selbstbedienung. Zwischen Blumen und hohen Bäumen, einer Treppe zum Ufer, die mit Weinreben wie eine Höhle umrankt ist, vermittelt Summerfeeling pur. Boote und Standup-Paddler gleiten vorbei.

„Es ist hier wie im Urlaub“, sagt Petra Werner (28), die zum ersten Mal im „Blaues Wasser“ ist. „Dass es so ein Paradies in Frankfurt gibt, hätte ich nie gedacht“, meint die Rheinländerin, die vor drei Jahren nach Frankfurt gezogen ist. Von der Boots-Stage auf dem Main wird lockere Musik aufgelegt. „Wenn der Main blau statt graugrün wäre und ein Meer statt Fluss, käme ich mir vor wie in Saint-Tropez“, schwärmt die junge Frau.

Zum Erfrischen tauchen immer wieder Besucher und Besucherinnen in den Pool auf dem Sparta-Gelände, wenn sie genug vor der dortigen Bühne getanzt haben, und genießen das kühle Nass. Den Sommer über will „Blaues Wasser“ sein Paradies inklusive Gastronomie öffnen, „wenn das Wetter gut ist“, sagt Gerhardt. Musik auf den selbst designten Bühnen, die bereits optisch gute Laune machen, soll es immer wieder geben.

„Jetzt ist mit Musik aber erst mal zwei Wochen Pause, im Juli planen wir drei Veranstaltungen“, sagt er euphorisch. Am 6. und 7. August kommt das „Stadt, Land, Bass Festival“ an den Main. Er ist froh, dass sein Aus am Waldstadion nun doch noch ein gutes Ende am „Blaues Wasser“ gefunden hat. Auch er genießt die Atmosphäre direkt am Wasser. „Eine bessere Kooperation an so einem schönen Ort kann ich mir kaum vorstellen.“

Reservierungen sind nicht möglich. Die Öffnungszeiten und Veranstaltungen werden auf Facebook und Instagram unter „Blaues Wasser Frankfurt“ aktuell bekanntgegeben.

Weitere Informationen gibt es per E-Mail an events@blaueswasser.net.

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