Der Flohmarkt in der Lindley hat erstmals nach Lockdown wieder geöffnet. 
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Der Flohmarkt in der Lindley hat erstmals nach dem Lockdown wieder geöffnet. 

Ostend

Der erste Flohmarktbummel nach der Zwangspause

  • vonAlexandra Flieht
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In der Lindleystraße wurde erstmals seit dem Lockdown wieder gefeilscht. Wartezeiten schrecken die Besucher nicht ab.

Viele haben schon sehnsüchtig auf die Wiederaufnahme des Frankfurter Flohmarktes gewartet. Am Samstag war es so weit: Erstmals seit Monaten organisierte die Management Gesellschaft für Hafen und Markt (HFM) einen Flohmarkt in der Lindleystraße – „testweise“, wie es Michael Lorenz formuliert, bei der HFM unter anderem zuständig für Märkte.

Mit den weiteren Lockerungen in Hessen ist die Durchführung von Flohmärkten wieder möglich, jedoch nur unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Was das konkret bedeutet, konnten Besucher und Verkäufer in der Lindleystraße erleben. Wer auf das rund 5000 Quadratmeter große Gelände wollte, der musste sich zuvor registrieren lassen und einen Zettel mit Adresse und Telefonnummer ausfüllen. Um zu kontrollieren, wer und wie viele Besucher über das Gelände bummeln, gab es einen Eingang, der im östlichen Teil der Lindleystraße aufgebaut war, und einen Ausgang in Höhe des Osthafenplatzes. Andere Ein- und Ausgänge auf das Gelände gab es nicht.

HFM-Mitarbeiter und zusätzliche Sicherheitskräfte vermerkten die Eingangszeit auf dem Zettel, der später am Ausgang wieder abgegeben werden musste. Maximal 250 Besucher durften sich zeitgleich auf dem Flohmarkt bewegen. Teilweise kam es daher zu kurzen Wartezeiten am Eingang, die die Besucher geduldig in Kauf nahmen.

Akzeptanz für Corona-Maßnahmen

Verließen sie das Gelände, so wurde dies von den Mitarbeitern am Ausgang an die Kollegen des Eingangs weitergegeben und die nächsten Wartenden durften auf den Flohmarkt. Die Einhaltung des Konzepts, das auch einen Mund-Nasen-Schutz bei Besuchern und Verkäufern beinhaltete, wurde streng kontrolliert. Die Akzeptanz für diese Maßnahmen war groß.

„70 Verkäufer beteiligen sich“, sagte Thomas Kahl, Mitarbeiter der HFM und der Flohmarktleitung, bei einem Rundgang über den Markt. „Wir haben eine Reihe weniger, die wir für Stände zur Verfügung stellen können. Dauerbucherplätze gibt es aktuell keine“, berichtete er weiter. Die Standgröße dürfe die maximale Länge von sechs Metern nicht überschreiten.

„Zwischen den Ständen ist jeweils ein Abstand von zwei Metern“, sagte Kahl. Um einen Überblick über die Anzahl der Verkäufer zu haben, sei es notwendig, seinen Stand in der Woche vor dem Flohmarkt direkt im Büro der HFM zu buchen. Spontan verkaufen sei derzeit nicht möglich. Platzkapazitäten gebe es aber noch.

„Wir hatten alle keine Vorstellung davon, wie viele Händler und Besucher zum ersten Flohmarkt kommen werden“, so Kahl. „Wir haben uns Gedanken gemacht, ab wann wir die Besucher hineinlassen können“, berichtet er weiter. Offiziell eröffne der Flohmarkt um 9 Uhr und dauere bis 14 Uhr. Viele Besucher waren bereits früher da – wie schon vor Corona-Zeiten. Um die Schlange zu entzerren, wurden sie etwas eher hineingelassen – gleich nachdem die Verkäufer ihre Stände aufgebaut hatten.

Thomas Kahl und das Team überprüften genau, ob die Regeln eingehalten wurden. Schließlich ist das die Voraussetzung dafür, dass der Flohmarkt in der Corona-Pandemie auch weiter fortgeführt werden kann. Es wird daran gedacht, alle 14 Tage einen Flohmarkt in der Lindleystraße zu veranstalten. Am zweiten Standort Mainkai lasse sich das Konzept jedoch nicht umsetzen.

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