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Der Platz wird zum Laufsteg bei der Modenschau mit dem Motto: „Aus Alt mach Neu“.

Ostend

Wie kann man den Paul-Arnsberg-Platz in Frankfurt aufwerten?

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Beim Frühlingsfest auf dem Paul-Arnsberg-Platz werden Ideen zur Aufwertung ausgetauscht. Anwohner und Vereine wünschen sich mehr Grün, mehr Wasser und mehr Schatten. Stadt signalisiert Entgegenkommen.

Der Geruch von gegrillter Bratwurst zog beim zehnten Frühlingsfest über den gut gefüllten Paul-Arnsberg-Platz im Ostend. Während sich im vorderen Bereich unzählige Kinder auf einem bunten Hüpfkissen des Abenteuerspielplatzes Riederwald tummeln oder am Stand des Frankfurter Kinderbüros mit Hula-Hoop-Reifen und großen Seifenblasen spielen, ertönen von der Bühne auf dem hinteren Teil des Platzes lateinamerikanische Klänge. Neben einem umfangreichen Bühnen-Programm von Modeschau, Folkloretanz bis Mitmach-Zumba für Kinder, sind am Sonntag etwa 40 Vereine, Institutionen, Parteien und Kinder- und Jugendeinrichtungen mit einem Stand vertreten, informieren über ihre Arbeit und bieten von Kinderschminken bis Rindswurst alles an, was das Herz begehrt.

Am Stand der Paul-Arnsberg-Platz-Initiative etwa werden selbstgebackene Plätzchen mit grüner Zuckerglasur verteilt: „Paul-Arnsberg-Plätzchen, so süß soll der werden“, heißt es dazu. Neben einer Schauwand mit Ideen für die Neugestaltung steht Christa Bernatzky, Mitglied der Initiative und berichtet über die Mängel. „Der Platz ist im Sommer total öde und durch die starke Versiegelung schnell überhitzt“, fasst sie die Kritik der Initiative knapp zusammen. Gemeinsam mit weiteren Anwohnern haben sie daher in den vergangenen Monaten Vorschläge gesammelt, wie man den Platz attraktiver gestalten und die Aufenthaltsqualität steigern könnte. „Die meisten Anwohner wünschen sich in erster Linie mehr grün, mehr Schatten, mehr Wasser und eventuell auch etwas Gastronomie.“ Erfreulicherweise sei der Initiative vom zuständigen Architekten und des Grünflächenamtes sowie der Stadtverordnetenversammlung auch schon die Bereitschaft zu Umbaumaßnahmen des Platzes signalisiert worden, berichtet Bernatzky.

Klein und Groß sind beim Fest.

Eine Tatsache, über die sich auch Barbara Conrad-Langner vom Nachbarschaftszentrum Ostend nur freuen kann. Schließlich organisiert das Zentrum bereits seit Beginn an das Frühlingsfest mit, dessen Ziel seither die „Belebung dieses sonst so trostlosen Platzes“ gewesen ist. Pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum des Festes zeigt sie sich nun sichtlich zufrieden damit, dass „wir mit unserer jahrelangen Initiative offensichtlich etwas bewegen konnten“.

In der Mitte des Platzes stehen die Anwohner Stefan Kapctis und Amador Gonzalez, beide mit Kinderwagen an der Hand und unterhalten sich darüber, dass „der Platz vor 20 Jahren eigentlich als Grünfläche geplant war“, wie Kapctis erzählt. Ideen vom Errichten eines Apfelweinstands über eine Wurstbude bis hin zum Veranstalten von Public-Viewings werden als Ideen und Wünsche zur weiteren Belebung des Platzes ausgetauscht. Bis Gonzalez es treffend auf den Punkt bringt: „Der Platz eignet sich eigentlich für vieles, man muss es nur machen.“

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