Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der Ortsbeirat 4 will die Streitparteien zusammenbringen.
+
Der Ortsbeirat 4 will die Streitparteien zusammenbringen.

Ostend

Dialog auf Naxosareal im Ostend möglich

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
    schließen

Es bleibt weiterhin unklar, wie das Gelände der Naxoshalle zukünftig genutzt wird. Die Streitparteien wünschen sich eine Lösung, die in Form eines Vor-Ort-Gesprächs kommen könnte.

Der Streit um die Nutzung des Geländes der Naxoshalle geht weiter. Sah es zunächst so aus, als würden sich die Fronten verhärten, gibt es nun Anzeichen eines Dialogs aller Akteure.

Am Dienstag wandten sich die nach eigenen Angaben rund 40 Anwohner:innen aus der Wingertstraße 24-30 anonym an die Öffentlichkeit. Sie kritisieren, dass in unmittelbarer Nachbarschaft permanente Aktivitäten der Sprayerszene wahrzunehmen seien. Von „illegalem Cannabis- und anderem Drogenkonsum“, „Beschimpfungen und Bedrohungen“, „rücksichtslosem Musikterror 24/7“ und „krimineller Energie des Umfeldes“ ist die Rede.

Dieser Energie seien auch Vorfälle im Vorjahr zuzuschreiben. Damals wurde die Tiefgarage der betroffenen Häuser mehrfach aufgebrochen, Cabriodächer aufgeschlitzt und an einem Auto die Radmuttern gelöst.

Einer der Anwohner betont, die Kritik richte sich nicht an den auf dem Naxosgelände tätigen Jugendladen und dessen Aktivitäten. Von denen habe man vor dem Einzug 2013 gewusst und einen entsprechenden Passus im Kaufvertrag unterschrieben. Aber die Aktivitäten – vor allem in Bezug auf Graffiti – fänden eben auch außerhalb der Öffnungszeiten statt, vor allem am Wochenende, wofür die Einrichtung nichts könne. Die Anwohner:innen störe es aber dennoch massiv, vor allem die persönlichen Angriffe. Beweise für die Urheberschaft dieser bei den Sprayern gibt es nicht.

Klar ist dagegen: Die Wahrnehmung vor Ort ist nicht überall die gleiche. Stefan Mohr, Sozialarbeiter im Jugendladen, hat auch schon mitbekommen, dass die Nachbarschaft während der Aktivitäten des Jugendladens ihren Unmut geäußert oder ungefragt Fotos gemacht habe.

Auch andere Menschen, die dort wohnen, teilen die Empfindungen nicht. Cora Lehnert, die in einem der dortigen gemeinschaftlichen Wohnprojekte und damit „nicht direkt an den Containern, die angesprüht werden“, lebt, sagt: „Ich kann die Punkte so nicht nachvollziehen. Mir macht es eher Freude, die Aktivität zu beobachten.“ Zu den Tiefgaragen-Einbrüchen hält sie fest: „Es wurde auch in unseren Häusern schon öfters eingebrochen und Fahrräder gestohlen.“

Bei allen Unterschieden aber eint alle Seiten ein Wunsch: der nach einer Lösung. Ein Ansatz: ein Gespräch vor Ort mit allen Beteiligten. Das soll es auf Betreiben des für das Ostend zuständigen Ortsbeirats 4 bald geben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare