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Das Nachbarschaftszentrum Ostend feiert sein Jubiläum

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Von: Boris Schlepper

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2018 hat das NBZ auf dem Paul-Arnsberg-Platz gefeiert, jetzt steht ein Jubiläum an.
2018 hat das NBZ auf dem Paul-Arnsberg-Platz gefeiert, jetzt steht ein Jubiläum an. © Renate Hoyer

Eins in einem Hinterhof mit zwei Mitarbeitenden gestartet: Mit zwei Jahre Verzögerung begeht die Einrichtung in der Waldschmidtstraße ihr 37-jähriges Bestehen.

Angefangen hat alles ganz klein. Gerade einmal zwei Mitarbeiter waren es, die sich vor 37 Jahren um das neu gegründete Nachbarschaftszentrum Ostend gekümmert haben – damals noch im Hinterhof in der Uhlandstraße. Inzwischen ist die Einrichtung nicht nur in größere Räume an der Waldschmidtstraße umgezogen. Rund 50 Mitarbeitende und Ehrenamtliche bieten eine breite Palette an Kursen, offenen Treffs und Veranstaltungen an – und das auch weit über den Stadtteil hinaus. Mit einem Tag der offenen Tür am Samstag, 2. Juli, will das Nachbarschaftszentrum nun seinen Geburtstag feiern.

Eigentlich sollte das Fest bereits vor zwei Jahren begangen werden, zum 35-jährigen Bestehen, sagt Barbara Conrad-Langner vom Nachbarschaftszentrum. Wegen der Pandemie musste es jedoch mehrfach verschoben werden. Jetzt erwartet die Besucher:innen Informationen zu den umfangreichen Angeboten des Zentrums. Bei verschiedenen Programmpunkten können Gäste auch selbst mitmachen und in Kurse reinschnuppern. Etwa beim Malen für Erwachsene, einem Gedächtnistraining, Spielen und Singen für Kinder, der Senioren-Gymnastik oder dem Info- und Spiele-Treff für Babys und – werdende – Eltern.

„Modellprojekt Gesundheit“

Vor 37 Jahren war das Angebot noch überschaubarer. Damals sei das Zentrum als „Modellprojekt Gesundheit“ in der Trägerschaft des Bundes deutscher Pfadfinder eröffnet worden, so Conrad-Langner. Wobei sich der Begriff Gesundheit an der Definition der Weltgesundheitsorganisation orientierte, demnach es um den Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens geht, so Conrad-Langner, nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.

Im Laufe der Jahre wuchs das Zentrum Stück für Stück zu einem Ort für alle Generationen im Ostend und den angrenzenden Stadtteilen Bornheim, Nordend und der Innenstadt. Auch auf der anderen Mainseite in Oberrad ist die Einrichtung aktiv, dort betreibt sie die sozialräumliche Familienbildung. Dabei ist das Nachbarschaftszentrum inzwischen eine anerkannte Familienbildungsstätte, ein vom Land gefördertes Familienzentrum und ein vom Bund gefördertes Mehrgenerationenhaus, sagt Conrad-Langner. „Durch die Fördermittel können wir immer mehr Projekte anbieten.“

So begleitet und unterstützt das Zentrum mit seinen Kursen, offenen Treffs und Aktivitäten etwa Eltern mit Kindern in ihrer Entwicklung und der Bewältigung ihres Alltags. Migrant:innen und Geflüchteten hilft es durch Beratung, Sprachförderung und das Café „One World“, Senior:innen in ihrer selbstbestimmten Lebensführung bis in hohe Lebensalter. Erwachsenen steht ein Programm in den Bereichen Bewegung, Freizeitgestaltung, Kreativität, Kultur und Beratungsangebote zur Verfügung.

Viele der Angebote werden von Ehrenamtlichen unterstützt, sagt Barbara Conrad-Langner. wie etwa Menschen mit handwerklichem Geschick für das Repaircafé. Auch die Ideen zu einzelnen Projekten kommen von diesen. Von daher freue sich das Nachbarschaftszentrum immer über Neuzugänge, „wir versuchen, jeden mit seinem Anliegen Willkommen zu heißen“.

Der Tag der Offenen Tür findet am morgigen Samstag, 2. Juli, von 15 bis 18 Uhr im Nachbarschaftzentrum Ostend, Waldschmidtstraße 34, statt.

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