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Wenn eine Bombe gefunden wird, dann wird zunächst einmal weiträumig die Umgebung abgesperrt.

Ostend

Bombe am Osthafen gefunden

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Die Polizei sieht keine unmittelbare Gefahr in der Weltkriegsbombe nahe der EZB. Der Termin für Entschärfung ist noch unklar.

Bei Bauarbeiten für den zweiten Abschnitt eines großen Wohnkomplexes in Nähe der Europäischen Zentralbank ist am Dienstagnachmittag an der Eytelweinstraße im Ostend gegen 13.30 Uhr ein Gegenstand gefunden worden, den der daraufhin alarmierte Kampfmittelräumdienst später als 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg identifizierte. Vorsorglich wurde rasch der nahe Hafenpark gesperrt.

Weil die Bundespolizei zudem die Strecke zwischen Frankfurt-Süd und Frankfurt-Ost sperrte, leitete die Bahn mehrere Züge über Offenbach um. Laut Polizei mussten keine Menschen ihre Wohnungen verlassen. Auch die EZB habe nicht evakuiert werden müssen, hieß es.

Schon gegen 16.30 Uhr gab die Polizei über soziale Medien wie den Kurznachrichtendienst Twitter Entwarnung. Derzeit gehe von der Weltkriegsbombe keine unmittelbare Gefahr aus, hieß es. Alle Absperrungen bis auf die Fundstelle wurden aufgehoben. Auch die Bahnstrecke wurde, wie eine Bahnsprecherin mitteilte, zu diesem Zeitpunkt wieder freigegeben.

Laut Informationen der Frankfurter Feuerwehr soll die Bombe am 07. Juli entschärft werden. Bis dahin stimmten sich die Experten noch über das weitere Vorgehen ab, sagte Polizeisprecher Manfred Füllhardt am späten Nachmittag auf Anfrage. Die Bombe werde bewacht. Von ihr gehe im Moment keine Gefahr aus.

Häufig Bombenfunde

In den vergangenen Jahren sind vor allem bei Bauarbeiten immer wieder Bomben im Frankfurter Stadtgebiet entdeckt worden, mehr als zehn allein seit dem Jahr 2017. Erst Mitte April sprengte der Kampfmittelräumdienst eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe, die im Main in Nähe der Alten Brücke gefunden worden war. Rund 600 Anwohner der Altstadt und Sachsenhausens hatten etwa fünf Stunden lang ihre Wohnungen verlassen müssen.

Mitte November musste eine Weltkriegsbombe gesprengt werden, die bei Bauarbeiten am Ratswegkreisel gefunden worden war. Der größte Teil der ursprünglich 500 Kilogramm schweren Bombe war bereits im Zweiten Weltkrieg explodiert, zehn Kilo Sprengstoff und der Zünder waren aber noch gefährlich. Eine Entschärfung war nicht möglich.

Zu einer großen Evakuierungsaktion kam es Ende Oktober im Stadtteil Gallus, als 16 000 Menschen nachts ihre Wohnungen verlassen mussten, weil eine Bombe entschärft wurde. Die 125 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe war auf einem Baustellengelände an der Europa-Allee entdeckt worden.

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