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Barrierefrei an der Wittelsbacher einsteigen

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Von: Dennis Pfeifer-Goldmann

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An der Haltestelle der Linie 14 ist der Abstand zwischen Bahn und Bahnsteig zu groß.
An der Haltestelle der Linie 14 ist der Abstand zwischen Bahn und Bahnsteig zu groß. © Dennis Pfeiffer-Goldmann

Ab Herbst wird die Straßenbahnstation Habsburger-/Wittelsbacherallee wird ab Herbst barrierefrei umgebaut.

Die nächste Haltestelle in Frankfurt wird barrierefrei ausgebaut und kann dann auch mehr Platz für Fahrgäste bieten. Die Pläne für den Umbau der Straßenbahnstation Habsburger-/Wittelsbacherallee haben die Planer der Verkehrsgesellschaft (VGF) vor kurzem dem Ortsbeirat 4 (Ostend, Bornheim) vorgestellt.

Im Oktober liefen vorbereitende Arbeiten für den Umbau, kündigt VGF-Ingenieur Jeric Weger an. Die Straßenbahnen der Linie 14 halten in der Wittelsbacherallee direkt nördlich der Kreuzung mit der Habsburgerallee zwar bereits an Bahnsteigen und die Straßenbahnstrecke liegt mittig zwischen den Fahrspuren. Doch sind die Bahnsteige nicht nur mit 15 Zentimetern Höhe zu niedrig für den ebenerdigen Einstieg. Auch sind die Bahnsteigkanten zu weit von den Fahrzeugen entfernt.

Den horizontalen Abstand sollen künftig Gummiprofile überwinden, kündigt Projektleiter Weger an. Die Bahnsteige selbst werden auf eine Höhe von 25 Zentimetern gebracht. Beides geschieht jeweils auf einer Strecke von 40 Metern. So lange werden demnächst die längsten Straßenbahnen sein, zehn Meter länger als bisher. Die XL-Bahnen sind schon bestellt. Sie sollen zwar nicht auf der Strecke der Linie 14 eingesetzt werden, aber auf der der Linie 11. Die wird hin und wieder bei Störungen und Baustellen über die Wittelsbacherallee umgeleitet.

Während der Bahnsteig in Fahrtrichtung Zoo in gleicher Breite von 2,85 Meter erhöht wird, erhalten die Fahrgäste in Richtung Bornheim mehr Platz. Hier werde der Bahnsteig 3,90 Meter breit, indem der schmale Pflasterstreifen zwischen Bahnsteig und Fahrbahn ebenfalls dem Bahnsteig zugeschlagen werde. Ein Spritzschutzgeländer schirmt die Wartenden ab.

Neue Beleuchtung und taktile Elemente sind ebenfalls vorgesehen, erklärt Weger. Nicht mehr geändert werden müssen die westlichen Straßenübergänge zur Kreuzung mit der Habsburgerallee hin. Diesen habe die Stadt bereits 2020 barrierefrei ausgebaut.

Umgebaut werden solle die Haltstelle voraussichtlich von April nächsten Jahres an für sechs bis neun Monate, kündigt Weger an. So lange dauert es auch deshalb, weil die Bahnen die ganze Zeit über weiter fahren. „Sie halten an Ersatzhaltestellen in einem anderen Abschnitt der Haltestelle“, erklärt der Ingenieur. Denn die alten Haltestellen sind stadtbahntaugliche 75 Meter lang und reichen fast bis hinauf zu den Einmündungen von Scheidswald- und Dahlmannstraße.

Einen ersten Baustelleneindruck bekämen die Fahrgäste schon diesen Oktober, sagt Planer Weger. Dann werde der Schotter erneuert. Ob die Haltestelle nicht auch begrünt werden könne, etwa durch den Einbau von Rasengleis, fragte Linken-Ortsbeiratsmitglied Pearl Hahn.

Ja, dafür stehe auch diese Station auf der Prioritätenliste, erläutert Wolfgang Siefert, Persönlicher Referent von Mobilitätsdezernent Stefan Majer (Grüne). „Das hat aber nichts mit dem barrierefreien Umbau zu tun, und das ist prioritär.“ Rasengleis baue die Stadt aus wirtschaftlichen Gründen immer dann ein, wenn Gleise ausgetauscht werden müssten.

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