+
So soll das Gebäude aussehen.

Ostend

Die Bagger rollen nach 18 Jahren

  • schließen

Die ehemalige Quartiersgarage in der Rhönstraße wird zu einem Wohnhaus umgebaut. 28 Wohnungen sollen entstehen.

Nach jahrelangem Stillstand rollen an der ehemaligen Quartiersgarage im Hinterhof an der Rhönstraße 121 endlich die Bagger – fast 18 Jahre, nachdem Parkdeck und Tankstelle aufgegeben wurden. Die Projektgesellschaft Objekt Rhönstraße, ein Unternehmen der FBW-Gruppe aus Dreieich, möchte die Liegenschaft bis 2020 zu einem Wohnhaus umbauen.

Geplant sind 28 Eigentumswohnungen ab einer Größe von 79 Quadratmetern, teilt die Gesellschaft mit. Vorgesehen seien Maisonette- und Etagenwohnungen sowie Townhäuser mir Gartenflächen. Die Preise sollen ab 6092 Euro pro Quadratmeter liegen. Eine Tiefgarage sei nicht vorgesehen. Im Erdgeschoss entstehe dafür Platz für 25 Autos, weitere fünf sollen im Außenbereich parken können.

Offizieller Baustart ist im zweiten Quartal 2019, ein Jahr später sollen die Bewohner einziehen. Doch schon seit längerem sind Arbeiter zugange. So sei die Zufahrt für die Erschließung an Kanalisation, Gas, Wasser und Strom aufgegraben worden, sagt ein Vertreter der Gesellschaft, die das Grundstück vor etwa zwei Jahren gekauft hat. Auch seien Teile der vorherigen Umbauten zurückgebaut worden. Denn die Projektgesellschaft ist nicht das erste Unternehmen, dass sich an der 1920 erbauten ehemaligen Großgarage versucht.

Bereits Anfang 2001 plante der damalige Eigentümer, das Gebäude umzubauen. „Auf Parkdecks entstehen Wohnungen für Familien mit Kindern“, titelte die Rundschau. Fünf Millionen Mark sollte der Umbau kosten. Das private Parkhaus, das zu den ältesten der Stadt gehörte und zeitweilig eine eigene Waschstraße hatte, sei nicht mehr rentabel, sagte der Verwalter damals. Den 70 Mietern, die in der Garage einen Stellplatz hatten, wurde gekündigt. Die Tankstelle, die dort bis Anfang 2001 unter einem Vordach Benzin und Diesel ausschenkte, machte zu. Ebenso ein Lager der Frankfurter Gerichtsvollzieher im zweiten Stockwerk.

Schon vor 17 Jahren gab es den Plan, einen großen Innenhof zu schaffen, damit die neuen Wohnungen ausreichend Licht erhalten. Eine Idee, die jetzt die Projektgesellschaft aufgegriffen hat. Auch damals war vorgesehen, den versiegelten Hof zum Teil zu öffnen und dort Gärten mit Bäumen und Sträuchern anzulegen.

Eine erste Baugenehmigung für den Umbau hatte die Bauaufsicht im Jahr 2007 erteilt, damals an einen Münchner Investor. Nach dessen Insolvenz übernahm der inzwischen gestorbene Immobilienunternehmer Heinrich Gaumer. Die vorherigen Eigentümer hatten bereits mit verschiedenen Arbeiten begonnen. So wurden die ehemaligen Rampen abgerissen und das Gebäude aufgestockt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare