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Küchendirektor Ricky Saward, Geschäftsführerin Denise Omurca und Küchenchef Philip Egge (v.l.) im Restaurant.

Gastronomie

Neuer Laden im Ostend: Bäckerei, Bar und Restaurant

Im Frankfurter Ostend hat das Leuchtendroter eröffnet.  

Unprätentiös, derb, deftig, regional und vegetarisch wollen sie sein im Leuchtendroter. So heißt das neue Restaurant mit eigener Bäckerei und Weinbar im Ostend. Das Leuchtendroter hat sein Zuhause in dem ebenso vor kurzem eröffneten Lindley Lindenberg. Dieses ist das dritte und mit 100 Gästen bislang größte der Frankfurter Lindenberg-Hotels, die weniger typische Hotels sind, sondern mehr Gästegemeinschaft. Viele Gäste bleiben Wochen, manche sogar Jahre. 

Das Leuchtendroter in der Lindleystraße ist nichts Exklusives für die Hotelgäste. „Es ist offen für alle“, betont Geschäftsführerin Denise Omurca. Das Restaurant sei die jüngere, verruchte Schwester des vegetarischen Sternerestaurant Seven Swans am Mainkai. „Wir haben zusammen die Karte entwickelt und Weine ausgesucht“, betont Omurca. Ricky Saward, Küchendirektor und Koch des Seven Swans, sagt: „Es ist auch alles selbstgemacht und regional. Es ist das Seven-Swans-Konzept aber eben vereinfacht und bezahlbar.“

Abends gibt es keine klassische Menüfolge, „sondern gemischte Teller zum Teilen“, sagt Küchenchef Philip Egge. „Mittags ist das aber nicht umsetzbar. Da kommen die Leute zum Lunch rein, essen schnell was und wollen da nicht unbedingt mit dem Kollegen einen Teller teilen“, sagt Egge und lacht.

Es gibt keine feste Karte, sondern es wird saisonal etwas Neues aufgetischt. Nur ein Gericht, soll es immer geben: das Stamm-Gericht, das in der Gastro-Welt „Signature Dish“ heißt. Das ist hier Gnocchi Funghi: Die Kartoffelnocken aus der Pfanne mit Tomatensugo, Erbsen, Mais und Buchenpilzen kosten als Mittagsteller neun Euro.

Leuchtendroter, Lindleystraße 17, Öffnungszeiten Montag bis Freitag. Frühstück: 7 bis 10.30 Uhr, Samstag und Sonntag 8 bis 13 Uhr, Lunch: 12 bis 14.30 Uhr, Dinner: 18 bis 22.30 Uhr; www.leuchtendroter.com

Pilze wie beispielsweise Shitake werden in Schubladen im Kräuterraum des Hotels gezüchtet. Gemüse und Obst kommen von den Braumannswiesen in Bad Homburg, wo sie auch fürs Seven Swans mit dem nachhaltigen Permakultur-Konzept anbauen. „Gerade gibt es viele Kirschen auf den Braumannswiesen“, sagt Egge. Daraus machen sie Marmelade, die man auch in der hauseigenen Bäckerei kaufen kann. Die Bäckerei ist das erste, auf das man stößt, wenn man das Hotel betritt.

Hier kann man verweilen und sich durch coole Kunst-Magazine blättern. Oder sich eben die selbstgemachte Marmelade je nach Saison von Aprikose über Rhabarber kaufen. Wie der Honig von den Braumannswiesen kostet das Glas fünf Euro. Den Kirschplunder gibt es für hier oder to go für 1,80 Euro. Schnittchen kosten 4,50 Euro. An diesem Tag stehen bei den Kuchen zur Auswahl: Karotte-Kamille, Blaubeer-Streusel, Cheesecake-Walnuss oder Rote-Beete-Amarant (drei Euro das Stück). Das hauseigene Brot heißt Schabziger Klee. Den halben Laib gibt es für 4,50 Euro.

Läuft man weiter, landet man im Restaurant. Dort hängt ein großes Bild vom Leuchtendroter Täubling. Diesen findet man auch auf den Papier-Servietten in Schwarz-Weiß wieder. „Der Leuchtendroter Täubling ist ein giftiger Pilz, den gibt es hier natürlich nicht zu essen. Wir fanden nur den Namen gut“, sagt Omurca. Es gibt auch eine hauseigene Punk-Band, die diesen Namen trägt. Omurca ist dort die Schlagzeugerin.

„Wir treten nur sehr selten auf, aber wir haben auch sonst Konzerte und Lesungen im Haus geplant.“ Und was für Weine gibt es? „Wir haben sie literweise verkostet“, beteuert Omurca. „Wir haben geschaut, was am besten zum Essen passt.“ Es seien bezahlbare Weine. Das Glas Wein kostet sechs bis zwölf Euro. Die Leute sollen aber auch einfach so in unsere Bar kommen und ein Glas Wein trinken, ohne gleich ein Vier-Gänge-Menü bestellen zu müssen. Einfach in die Bar rein- und wieder rausfallen“, sagt Omurca und lacht.

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