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An der Hügelstraße/Ecke Raimundstraße fahren viele Autos zu schnell.
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An der Hügelstraße/Ecke Raimundstraße fahren viele Autos zu schnell.

Frankfurt-Ginnheim

Den Ortseingang aufwerten

  • Jan Klauth
    VonJan Klauth
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Den Ortseingang nach Alt-Ginnheim finden viele hässlich und gefährlich. Vor allem an einer Kreuzung fließt der Verkehr zu schnell und unübersichtlich.

Der Ortseingang nach Alt-Ginnheim, in Hügelstraße und Raimundstraße ist nicht ungefährlich: Mit quietschenden Bremsen kommt da ein Linienbus aus Richtung Norden an der Ampel zum Stehen, waghalsig zwängen sich zwei Rennradfahrer am Bus vorbei und über die bereits rote Ampel. Es hupt gleich von mehreren Seiten, Passanten schütteln mit dem Kopf. Viel Zeit sich über die drängelnden Radler aufzuregen bleibt allerdings nicht – eine weitere Ampel schaltet um, Motoren heulen auf, der Verkehr fließt in Richtung Raimundstraße weiter.

Verkehrstechnisch gelungen ist die vielbefahrene Kreuzung im Frankfurter Nordwesten nicht. Darin sind sich viele in Ginnheim einig. Auch der Anblick ist nicht schön: Zwischen den von Abgasen lädierten Blumen sammelt sich der Müll in den Grünstreifen, neben zwei klobigen Blitzanlagen rotiert ein Werbewürfel mit dem Logo einer badischen Brauerei. Als „städtebaulich misslungenen Schandfleck“ bezeichnet gar Friedrich Hesse (CDU), Ortsvorsteher im Ortsbezirk 9, den Platz.

CDU fordert Kreisverkehr

Die CDU will die Verkehrssituation verbessern: Sie fordert einen Kreisverkehr. Durch ihn sollen – während der Hauptverkehrszeit auch eventuell ampelgestützt – der Verkehr übersichtlicher geleitet werden. Ein entsprechender Antrag wurde vom Ortsbeirat im März einstimmig verabschiedet. Ein Kreisel hat laut Hesse zwei Vorteile: „Geschwindigkeit und Lärm werden verringert.“ Zudem trage er zur Sicherheit der Kinder bei. Denn unweit der Kreuzung befinden sich eine Schule und eine Kita.

Bereits vor sechs Jahren hat die Stadt versucht, die Kreuzung sicherer zu gestalten. Nach einer Ortsbegehung wurden Betonabweiser aufgestellt und zusätzliche Markierungen angebracht, erinnert sich Hesse. Das sei aber nur eine „Minimallösung“ gewesen. An der Grundproblematik änderte sich indes nichts.

Anwohnerin Simone Hess indes sieht die Forderung nach einem Kreisverkehr kritisch. „Vor allem für Schulkinder und Senioren würde dann der Übergang noch gefährlicher“, findet sie. Hess hatte sich vor Jahren in einer eigens zum Thema gegründeten Bürgerinitiative engagiert. Diese forderte etwa größere Warnschilder und einen Umbau der Straßenkanten. Nach einer Ortsbegehung und einem Treffen mit dem Verkehrsdezernat habe sich aber „kaum etwas getan.“ Lärm- und Feinstaubbelastung seien nach wie vor extrem hoch.

Michaela Kraft, Leiterin des Amtes für Straßenbau und Erschließung, versichert zwar, das in der Sache „ämterübergreifend gearbeitet“ werde. Vor Juni diesen Jahres sei aber mit einer Stellungnahme nicht zu rechnen.

Derweil beschweren sich weiterhin Anwohner beim Ortsbeirat 9 über die gefährliche Kreuzung. Erst kürzlich erhielt Ortsvorsteher Hesse die Mail eines empörten Anwohners. Darin stand: „Die Hügelstraße verkommt langsam zur Rennstrecke!“

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