Ortsbeirat

Der Ortsbeirat 7 tagt erstmals online

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    Fabian Böker
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Nahaufnahme im Wohnzimmer. Überlastete Videofunktion stellt die Teilnehmer vor Herausforderungen.

Ungewohnte Perspektiven gab es am Dienstagabend für die Teilnehmer und Besucher des Ortsbeirates 7. Wobei es „Besucher“ nicht ganz trifft. Denn die Sitzung, die wegen der Corona-Krise ausfallen musste, fand erstmals online statt.

So gab es die Stadtteil-Politiker in Nahaufnahme im heimischen Wohnzimmer zu sehen. Doch der Moment währte nicht lange. Kurz nachdem Ortsvorsteherin Michaela Will (SPD) die Fraktionsvorsitzenden und rund 18 Bürger begrüßt hatte, brach die Leitung kurz zusammen. „Wegen Überlastung durch die Videofunktion“, erklärte André Leitzbach (fraktionslos) aus dem Off, der als IT-Fachmann die Konferenz koordinierte.

Flugs schaltete er die Option ab. Schon stand die Hör-Leitung wieder. Wer sich zu Wort melden wollte, musste nur das Mikro-Symbol anschalten oder eine Nachricht im Chat schreiben.

Die Diskussion war rege. Vor allem zwei Themen wurden angesprochen. Die Entwicklung des Wohnquartiers „Schönhofviertel“ und die Zufahrt für die Lieferanten am neuen Rewe-Markt in der Thudichumstraße.

An der Rödelheimer Landstraße sorgen sich Anwohner um Bäume, die für das neue Quartier gefällt werden sollen; 500 insgesamt. Die Bürger haben sich zu einer Initiative zusammengeschlossen und einen offenen Protestbrief an die Stadt übergeben, den 128 Menschen unterzeichnet haben (die FR berichtete).

Positives Fazit der Premiere

Am neuen Rewe-Markt in der Thudichumstraße hat es vor kurzem einen Ortstermin gegeben. Die gemeinsame Nutzung der Fahrbahn von Radfahrern und Autofahrern dort sei gefährlich, finden die Politiker. Daher fordern etwa Farbechte/Linke die Umwandlung der Straße in eine Tempo-30-Zone.

Eine andere Lösung sieht vor, in einem Teil der Trümpertstraße die Einbahnstraßenregelung aufzuheben. Mit den Lösungsvorschlägen will sich der Ortsbeirat 7 in seiner nächsten Sitzung befassen.

„Wir hoffen, dass wir am 19. Mai regulär tagen können, wahrscheinlich in einem größeren Saalbau außerhalb unseres Ortsbezirks“, vermutet die Ortsvorsteherin und zieht ein positives Fazit der ersten Online-Sprechstunde: „Das ist für einen ersten Versuch gut gelaufen.“

Im Ortsbeirat 10 stand eine solche Form der Sitzung nicht zu Debatte. Ortsvorsteher Robert Lange (CDU) hatte mal überlegt, die wichtigsten Themen mit den Fraktionen zu besprechen, in der Hoffnung, dann darin Einigkeit zu erzielen. Das sei aber laut Hessischer Gemeindeordnung nicht machbar gewesen.

Er hofft nun auf den nächsten planmäßigen Termin am 19. Mai. Von der Stadt wisse er, dass dort derzeit an einem Konzept gearbeitet werde, solche Sitzungen stattfinden zu lassen, mit Sicherheitsabstand. Die Saalbau-Häuser Ronneburg und Nidda kämen im Ortsbezirk dafür infrage, so Lange.

Wichtigstes Thema sei immer noch der Bahnausbau. Deshalb sei es wichtig, bald tagen zu können. „Ich gebe die Hoffnung nicht auf“, so der Ortsvorsteher.

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