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Der Vordereingang der ehemaligen Akademie der Arbeit. 

Bockenheim

Originelles Konzept gesucht

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In die ehemalige Akademie der Arbeit soll ein Wohnprojekt ziehen. Nicht das höchste Kaufangebot entscheidet, sondern die besten Projektideen.

Es tut sich etwas in der ehemaligen Akademie der Arbeit an der Ecke von Gräf- und Mertonstraße. Die Stadt möchte dort ein Projekt für gemeinschaftliches Wohnen ermöglichen. Den aktuellen Stand der Ausschreibung stellt das Dezernat für Planen und Wohnen in der Sitzung des Ortsbeirats 2 am Montag, 20. Januar, vor. Im November hatte Planungsdezernent Mike Josef (SPD) den Kauf des Gebäude-Ensembles angekündigt. Nun sollen Wohnprojekte oder Genossenschaften ein Konzept einreichen.

Federführend ist die stadtnahe Entwicklungsgesellschaft KEG. Sie hat die Immobilie für 3,8 Millionen Euro erworben. Nach zähen Verhandlungen. Der ursprünglich aufgerufene Preis lag bei mehr als fünf Millionen Euro. Die Bewerber sollen nun innovative, originelle Konzepte einreichen. Die sich dem Stadtteil gegenüber offen zeigen, womöglich auch künftig Wohnraum für Azubis bereits halten. Immerhin ist ein Teil des Gebäudes ein Wohnheim gewesen.

Das Untergeschoss diente als Partykeller, das wird künftig wegen neuer Brandschutzbestimmungen ohne größeren Umbau nicht mehr möglich sein. 

Der Umbau der 3400 Quadratmeter ist komplex. So haben sich die Brandschutzbestimmungen seit 1955 (Baugenehmigung) doch erheblich geändert. Ebenso die Anforderung an Wärmedämmung oder Schallschutz.

Dafür ist das Grundstück reizvoll gelegen, am ehemaligen Uni-Campus und zukünftigen Kulturcampus der Stadt. Mehrere Buslinien verkehren dort, die U-Bahnen 4, 6 und 7, die Tramlinie 16, der Westbahnhof mit seinen Zug- und S-Bahnverbindungen ist auch nicht gerade weit entfernt. Darum käme die Stadt den neuen Besitzern beim Thema „Stellplätze für Autos“ deutlich entgegen, bei einem entsprechenden Konzept. Denn das soll entscheidend sein, nicht das höchste Kaufangebot. Die Kommune möchte so ein charakteristisches Stück Bockenheim erhalten. Die neuen Nutzer reißen nicht ab, sie bauen um. Das rote Treppenhaus-Türmchen, das die beiden Gebäudeteile verbindet. Das zur Gräfstraße hin leicht rosé schimmernde Wohngebäude mit 40 Zimmerchen, jedes mit Dusche und WC. Das an der Mertonstraße mit den ehemaligen Schulungs- und Büroräumen und der Kantine mit rund 80 Plätzen.

Vorübergehend Unterkunft

Etwa eineinhalb Jahre wird sich der Konzeptwettbewerb ziehen, bis Sommer 2021 soll das Gebäude darum als Unterkunft für Studierende und Azubis dienen.

Außerdem kommen Vertreter der Frankfurter Branddirektion in die Sitzung des Ortsbeirats und informieren zur Planung für den Ausbau des Standorts an der Schwälmer Straße. Ein weiteres Thema wird das Kurfürstenplatz-Fest sein. Der Verein „Begegnen in Bockenheim“ berichtet über die Vorbereitungen.

Der Ortsbeirat 2tagt am Montag, 20. Januar, 19 Uhr, im Saalbau Bockenheim, Schwälmer Straße.

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