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Kindergartenplatz, Sprache lernen, netzwerken … Infos gibt es zu vielerlei Dingen.
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Kindergartenplatz, Sprache lernen, netzwerken … Infos gibt es zu vielerlei Dingen.

Frankfurt

Orientierung in der neuen Stadt

  • Clemens Dörrenberg
    VonClemens Dörrenberg
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Ein Festival bietet Neu-Frankfurterinnen und -Frankfurtern Informationen zu allen erdenklichen Angeboten. Mehr als 70 Unternehmen und städtische Institutionen, Vereine, Organisationen und Schulen haben dazu im Rathaus ihre Stände aufgebaut.

Schon im Foyer des Römer wird auf einem Plakat klargemacht: „Germany’s best place: find it in Frankfurt“. Damit es neue Frankfurterinnen und Frankfurter leichter haben, ihren Platz „im Herzen von Europa“ zu finden, haben am Sonntag beim „Newcomers Festival“ im Rathaus wieder mehr als 70 Unternehmen und städtische Institutionen, Vereine, Organisationen und Schulen ihre Stände aufgebaut. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund, Museen und die Volkshochschule stellen sich genauso vor wie ein Grillanbieter, eine Vermögensberatung und ein Fahrradhersteller, der seine Drahtesel aus Holz fertigt. Denn bei der 21. Ausgabe der Messe soll auch neuen Unternehmen eine Bühne zur Präsentation geboten werden. Seligenstadt und der Taunus werden außerdem beworben. Die Spielbank Bad Homburg hat gar einen ihrer Roulettetische aufgestellt. Im Hof spielt gerade die Band „Gastone“.

Ein Paar aus den USA, das vor zwei Monaten Bergen-Enkheim mit seinem letzten Wohnort in Italien getauscht hat und aufgrund ihrer diplomatischen Tätigkeit nicht namentlich genannt werden möchte, informiert sich bei einer „Familienagentur“ über „maßgeschneiderte Alltags- und Freizeitorganisation“, etwa bei der Kindergartensuche oder Geburtstagsparties. Für Sprachschulen, Sportangebote und Kinderbetreuung interessiere sie sich besonders, sagt die 29-Jährige, die im sechsten Monat schwanger ist.

Einige Meter weiter hat sich Familie More bei einem Übersetzungsbüro erkundigt, ob sie dort ihre Dokumente, wie Zeugnisse, übersetzen lassen kann. Aus der Nähe von Indiens Hauptstadt Mumbai ist das Trio erst letzten Monat an den Main, genauer nach Bockenheim, gezogen. Vater Puskkar und Mutter Rohini seien beide IT-Fachkräfte, erzählen sie. Er habe bereits eine Stelle gefunden, sie suche noch, berichtet die 30-Jährige. Um sich nach Arbeitsstellen umzuschauen und zum Netzwerken sei die Messe gut, sagt sie. Außerdem interessierten sie Möglichkeiten zum Deutsch lernen, Infos über Krankenversicherung, Kindergeld und -betreuung sowie Kultur und Veranstaltungen, sagt der 35-Jährige. „Applewine“ wolle sie auch mal probieren und sich anschauen, wo und wie er hergestellt werde, fügt Rohini More hinzu, während der dreijährige Sohn Rugved durch eine große, zusammengerollte Frankfurt-Karte wie durch ein Fernrohr schaut.

„Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt“, sagt Steffy Uwaifo, die sich im Obergeschoss des Foyers umschaut. Die 31-Jährige, die in Mannheim und Kassel studiert hat und seit zwei Jahren in Frankfurt lebt, habe zufällig ein Plakat des Festivals in der Stadt gesehen und sei so in den Römer gekommen. Das sei in den letzten anderthalb Jahren mit „Corona-Lockdown“ kaum möglich gewesen. In den ersten Monaten vor Ausbruch der Pandemie habe sie neben der Arbeit viel Zeit zur Orientierung am neuen Lebensmittelpunkt benötigt. „Wenn man neu in einer Stadt ist, kann man jede Unterstützung gebrauchen“, sagt Uwaifo. Diese Unterstützung dürfte auf jeden Fall dazu beitragen, Frankfurt als besten Platz Deutschlands zu bezeichnen.

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