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Die Skyliners wollen so schnell wie möglich in einer neuen Halle spielen.

Hintergrund

Opposition stellt Halle am Kaiserlei infrage

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Die FDP fordert ein schnelles Ende der Verhandlungen über die Arena am Kaiserlei, die Linke wirft dem Sportdezernenten Sturheit vor.

Bei der Planung der Multifunktionsarena soll Sportdezernent Markus Frank (CDU) nicht „stur an der einen Lösung am Kaiserlei festhalten“. Das fordert die Linke im Römer und verweist auf unlängst bekannt gewordene Pläne eines kanadischen Investors, der eine Halle für mehr als 20.000 Zuschauer am Flughafen bauen will.

Fest steht für die Linke, dass der Investor Lagardère, mit dem Frank seit Monaten über den Bau der Halle am Kaiserlei verhandelt, die von ihm geforderte Bürgschaft nicht bekommen wird. „Es kann nicht sein, dass der französische Investor die Gewinne des Projekts einstreicht, Verluste aber sozialisiert und von der Stadt getragen werden sollen“, sagte der Linken-Stadtverordnete Michael Müller.

Lagardère möchte, dass zumindest ein Teil der Investitionssumme über eine städtische Bürgschaft abgesichert wird. Davon ist im Koalitionsvertrag zwischen CDU, SPD und Grüne, in dem der Bau der Halle als Ziel benannt wird, nicht die Rede. Allerdings heißt es darin auch, dass die Stadt dem Investor das Grundstück kostenlos zur Verfügung stellt. Das geht aber aus rechtlichen Gründen nicht. Lagardère muss eine Erbpacht bezahlen.

Auch die FDP im Römer setzt Markus Frank nun stärker unter Druck. Sie fordert, dass die Verhandlungen mit Lagardère bis zum Ende des Sommers abgeschlossen sein müssen. Ansonsten soll Frank die Gespräche abbrechen und ein neues Konzept für eine Halle am Kaiserlei aufstellen. Dieses soll vorsehen, dass sowohl die Halle als auch der dringend notwendige Neubau auf dem Gelände unterkommen. Der Magistrat müsse prüfen, „ob die Europäische Schule als Hochhaus über der Sporthalle am Kaiserlei errichtet werden kann“.

Lesen Sie auch den fr-Kommentar zum Thema: Am Kaiserlei bauen - jetzt

Anfang der Woche hatte die SPD-Fraktion im Römer Sympathien für den Bau einer Halle am Flughafen geäußert. Frank müsse das Vorhaben zumindest prüfen. Der Sportdezernent reagierte verärgert auf diesen Vorstoß, da er befürchtet, die Verhandlungen mit Lagardère könnten dadurch ins Stocken geraten.

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