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Die „Patrioten für Deutschland“ wollen vor der Alten Oper in Frankfurt demonstrieren. Der Verfassungsschutz teilt mit, die Gruppe sei „von Rechtsextremisten beeinflusst“.

„Patrioten für Deutschland“ in Frankfurt

Rechte Initiative im Blickfeld

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Die „Patrioten für Deutschland“ wollen vor der Alten Oper in Frankfurt demonstrieren. Der Verfassungsschutz teilt mit, die Gruppe sei „von Rechtsextremisten beeinflusst“.

Das Rätselraten hat ein Ende. Am heutigen Samstagmittag, wenn sich ab 14 Uhr die ersten Menschen vor der Alten Oper einfinden, wird man genauer wissen, wer oder was hinter den „Patrioten für Deutschland“ steckt. Die rechte Gruppierung, die offenbar aus dem Umfeld der islamfeindlichen Pegida-Bewegung kommt und auf dem Opernplatz gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ protestieren will, hat sich bislang kaum in die Karten schauen lassen. Sicher ist nur, dass der Ingenieur Hartmut Issmer die Kundgebung der „Patrioten“ angemeldet hat – und dass die Initiative gerne rechtsradikale Sprüche klopft.

Auf der Webseite der Gruppierung wird vor „Blockparteien“, „Spekulanten“ und „Globalisten“ gewarnt, die durch Einwanderung nach Europa angeblich eine „afro-eurasische Mischrasse“ schaffen wollten – weswegen es wichtig sei, „dass das deutsche Volk aufsteht und Widerstand leistet“.

Das hessische Landesamt für Verfassungsschutz teilte der Frankfurter Rundschau auf Anfrage mit, die „Patrioten für Deutschland“ hätten ihren Sitz in Thüringen und würden nicht offiziell beobachtet. Es lägen aber Erkenntnisse vor, dass die Kundgebung vor der Alten Oper „von Rechtsextremisten beeinflusst wird“. Die Sicherheitsbehörden stünden daher bereits in engem Austausch.

Da es ab 13 Uhr eine Gegenkundgebung am Opernplatz Ecke Taunusanlage geben soll, wird die Polizei mit starken Kräften vor Ort sein. Wie die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) mitteilte, wird aufgrund des Polizeieinsatzes die U-Bahn-Station „Alte Oper“ von 13 bis 17 Uhr geschlossen, die Bahnen der Linien U6 und U7 werden dort in der Zeit nicht halten.

Die Polizei hat auch an anderen Stellen in der Stadt gut zu tun: Das Bündnis „Frankfurt für Frauenrechte“ hält ab 12 Uhr eine Kundgebung auf der Hauptwache ab, das breite Bündnis „Mietenwahnsinn Hessen“ mobilisiert für 13 Uhr zu einer Großdemonstration für eine andere Wohnungspolitik am Hauptbahnhof. Eine Polizeisprecherin sagte der FR, man rechne nicht mit Problemen – sei aber jederzeit in der Lage, etwa bei Straftaten einzugreifen.

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