+
Mitarbeiter der DZ Bank Frankfurt und anderer Genossenschaftsbanken ziehen zur Alten Oper in Frankfurt.

Warnstreik in der DZ Bank

DZ Banker protestieren vor Alter Oper

  • schließen

Mitarbeiter der DZ Bank ziehen am Mittwochmorgen zur Alten Oper in Frankfurt. Dort findet die Hauptversammlung der Bank statt, bei der über eine Fusion mit der WGZ Bank abgestimmt wird.

Der Lärm von Trommeln, Tröten und Rasseln ist am Mittwochmorgen vor der Alten Oper in Frankfurt zu hören: Mitarbeiter der Frankfurter DZ Bank und Kollegen von anderen Genossenschaftsbanken aus dem Bundesgebiet ziehen in einem Protestzug die Mainzer Landstraße entlang, um vor der Hauptversammlung der DZ Bank Druck zu machen. Dort soll über die Fusion mit der WGZ Bank abgestimmt werden. Die Gewerkschaft Verdi befürchtet, dass dadurch mindestens etwa 700 Vollzeitarbeitsplätze verloren gehen.

Doch der Verlust von Arbeitsplätzen ist nicht der einzige Grund, warum die DZ-Mitarbeiter auf die Straße gehen. "Wir fordern einen DZ Haustarifvertrag und einen Flächentarifvertrag für alle Genossenschaftsbanken", sagt Verdi-Gewerkschaftssekretärin und Aufsichtsratsmitglied Sigi Stenzel.

Der Streikaufruf gilt nicht nur für die Mitarbeiter der DZ Bank in Frankfurt. Verdi hatte auch die Beschäftigten an den Standorten Hannover, München und Stuttgart zum Warnstreik aufgerufen. In Frankfurt allerdings gilt der Streikaufruf nur für die Zeit bis 11.30 Uhr, an den anderen Standorten für den ganzen Tag.

An der Demonstration und der anschließenden Kundgebung vor der Alten Oper in Frankfurt nehmen nach Angaben von Verdi etwa 500 Beschäftigte teil. Außer den Frankfurter Beschäftigten zogen auch Mitarbeiter aus Hannover, München und Stuttgart zur Hauptversammlung, um ihren Forderungen dort Gehör zu verschaffen. Sollten sie mit ihren Forderungen keinen Erfolg haben, plant Verdi für Freitag, 24. Juni, einen weiteren Streik in Frankfurt - dann allerdings soll der Arbeitskampf den ganzen Tag dauern.

Die Anteilseigner der DZ Bank stimmen bei der Hauptversammlung mit 99,99 Prozent für die Fusion, wie das Institut mitteilt. Die beiden Spitzeninstitute der etwa 1000 Volks- und Raiffeisenbanken versprechen sich durch den Zusammenschluss Einsparungen in Höhe von mindestens 100 Millionen Euro.

Verdi fordert für die Beschäftigten der DZ Bank einen Haustarifvertrag, der eine "verbindliche Regelung für ein faires Gehaltssystem" vorsieht sowie den Kündigungsschutz und die betriebliche Altersversorgung regelt. Die Gewerkschaft fürchtet zudem, dass durch die Fusion weitaus mehr als 700 Vollzeitarbeitsplätze verloren gehen könnten. (mit dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare