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Karin Wolber hat das Virus sauber vergackeiert.

Corona Homestory

Online-Urlaub und Maskengeschick gegen Corona

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Sind Sie auch immer noch zu Hause? Hier kommen weitere gute Tipps aus der FR-Gemeinde für diese seltsame Zeit mit dem Virus.

Humor muss der Mensch haben. Und Eier und Klebstoff und blaue und rote Pöppel – fertig ist, was vor ein paar Tagen als 1-A-Osterschmuck durchging und jetzt immer noch eine zeitgemäße Deko für Frühlingszweige ist. Karin Wolber zeigt mit ihrer Kreation, was man am besten mit einem doofen Virus macht: Herausforderung annehmen und nicht verzagen. Herzlichen Dank dafür.

Erinnern Sie sich an unseren Bericht über die Gesichtsschilde aus dem 3-D–Drucker kürzlich? „Ich produziere auch welche“, schreibt uns Elvira Dubois aus Frankfurt. Sie produziert aber nicht mit dem Drucker, sondern mit dem Laminiergerät. Dazu nimmt sie die passende Folie, laminiert, stanzt mit dem Locher zwei Löcher aus und zieht ein Gummiband hindurch.

An einem Abend, in einer halben Stunde nur habe sie auf diese Art zwölf Stück hergestellt für das Pflegeteam im Pflegeheim ihrer Schwiegermutter. „50 Stück Folie kosten elf Euro, das Laminiergerät habe ich mir ausgeliehen, den Locher hatte ich sowieso und den Durchziehgummi hat mir eine Freundin geschenkt“, schildert Elvira Dubois, „in den Drogerien gibt es nämlich keinen mehr.“ Ihr Produkt benötige noch nicht einmal einen Maskenhalter: „Die Folie legt sich gut an der Stirn an.“

Die Maskenmacherin arbeitet zwei Nachmittage in der Woche für zwei Apotheken, geht zu den besonders Schutzbedürftigen, Alten, Organtransplantierten und zu Menschen, die auch vorher schon mit Sauerstoffgerät durch die Wohnung liefen. Dabei trägt sie ihren laminierten Schutzschild. „Die Reaktionen sind sehr unterschiedlich“, berichtet sie, „von Gelächter bis ,genial‘.“ Wir haben in der Redaktion nicht lange überlegen müssen und zählen uns zur Gruppe „genial“.

Natascha Behrens aus Frankfurt kommt mit etwas, das wir hier noch nicht hatten. „Ich habe zusätzlich zu den schon genannten Tätigkeiten als alte Escape-Room-Enthusiastin angefangen, mit Freunden (verbunden meistens über Zoom) online Escape- Games zu spielen“, schreibt sie.

Escape was?

Englisch „to escape“ heißt auf Deutsch: entkommen. Bei Escape-Room-Spielen geht es darum, aus einem Raum herauszufinden, gerne in Gruppen. Im Moment soll man aber nicht als Gruppe im Raum sein, und: drinbleiben soll man. Daher: alles im Internet. Die Onlinevarianten sprössen gerade von den „analogen“ Anbietern aus dem Boden, berichtet Natascha Behrens. So versuchten sie, ihre Existenz zu sichern. „Wir spielen auch einmal die Woche ein Turnier online. Da geht es darum, welches Team die Rätsel am schnellsten löst.“ Wer neugierig geworden ist, findet eine Auflistung der Anbieter hier: escape-maniac.com/2020/04/02.

Und noch ein Tipp von ihr: Online-Spanischstunden per Skype, etwa über eine Sprachschule in Spanien. Die Institute seien auch froh, ihre Lehrerinnen und Lehrer weiter beschäftigen zu können: „Die Nachfrage ist zurzeit gewaltig. Damit wird das Gehalt der Lehrer gesichert. Also eine Win-win-Situation.“ Zahlreiche Sprachschulen böten diese Kurse jetzt an – einige sogar als Online-Bildungsurlaub.

Onlineurlaub. Vor drei Monaten hätte man uns für verrückt erklärt ... interessante Zeiten. Haben Sie auch verrückte Tipps für die Daheimbleiber? Bitte an online@fr.de, wir freuen uns.

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