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Online für die Kita anmelden

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Von: Sandra Busch

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Die Anmeldung für die Kita geht künftig auch online.
Die Anmeldung für die Kita geht künftig auch online. © Michael Schick

Ein neues Internet-Portal der Stadt bündelt die Angebote in den Kindertagesstätten. Um einen Platz für ihre Kinder zu ergattern, müssen Eltern nicht mehr bei jeder einzelnen Einrichtung einen Anmeldebogen abgeben.

Schluss mit den ellenlangen Wartelisten in Kitas: Ab dem 11. Dezember geht die Online-Anmeldeplattform der Stadt für Kitaplätze an den Start. „Kindernet Frankfurt“ soll dann Betreuungsplätze schneller und einfacher vermitteln, Eltern müssen nicht mehr bei jeder einzelnen Einrichtung einen Anmeldebogen ausfüllen und abgeben. Dafür reichen künftig ein paar Klicks und die einmalige Eingabe ins Online-System.

In dem Portal sind alle Betreuungsangebote der Stadt gebündelt: Plätze in Krippen, Kindergärten, Horten, der Erweiterten Schulischen Betreuung und bei Tagespflegepersonen. „Das ist deutschlandweit einmalig“, sagt Bildungsdezernentin Sarah Sorge (Grüne). Bisher habe es keine andere Kommune geschafft, alle Betreuungsformen in einem Portal zur Platzvermittlung zu vereinen.

Auf die zentrale Anmeldeplattform warten Eltern seit Jahren, mehrfach schon war der Start angekündigt worden. Zuletzt sollte das Programm Ende 2014 online gehen. Andere Kommunen waren da schneller. „Aber vergleichbare Portale auf dem Markt kommen auf weit weniger Akteure“, sagt Sorge. In Frankfurt hätten mehr als 200 freie Träger eingebunden werden müssen, es gehe um 45 000 Plätze. „Das ist ein deutlicher Unterschied.“ Deswegen hat man nun drei Jahre im Stadtschulamt daran gearbeitet.

Zudem wollte die Stadt für eine hohe Datensicherheit sorgen. „Einige Kommunen, die früh auf dem Markt waren, mussten ihre Portale wegen Sicherheitslücken wieder vom Netz nehmen“, sagt Sorge. Das habe man vermeiden wollen. „Wir haben daher besonders sorgfältig geplant.“

Nun ist das Portal fertig. Es beinhaltet alle Einrichtungen in der Stadt, zeigt freie Plätze an, dient aber lediglich zur Anmeldung. Vergeben werden die Plätze weiterhin von den Kitas selbst. Sie entscheiden, welche Kinder sie aufnehmen wollen.

Die Eltern können sich nach einer Registrierung für so viele Einrichtungen vormerken lassen, wie sie wollen. Favoriten können sie bei ihrer Wahl aber nicht angeben. Kriterien wie alleinerziehend, berufstätig, Bezug von Sozialleistungen werden abgefragt, bei den Kitas erscheinen dann die Kinder mit dem höchsten Bedarf direkt an oberster Stelle.

Sobald ein Kind einen Platz bekommen hat, wird es aus dem System genommen. Dopplungen gibt es dann nicht mehr, das zeitraubende händische Abgleichen von Wartelisten entfällt. „Deshalb wird die Platzvergabe künftig schneller ablaufen“, sagt Sorge. Auch für die Stadt hat das Portal Vorteile. „Wir sehen sehr genau, in welchen Stadtteilen der Platzbedarf groß ist“, sagt Sorge. Das sei für die Planung von Kitas wichtig.

1700 Kita-Mitarbeiter werden während der Herbstferien für das Programm geschult, Anmeldungen dann künftig nur noch online angenommen. Auf Papier ist das nicht mehr möglich. Wer bereits Anmeldebögen abgegeben hat: Sie sind ab dem 11. Dezember nicht mehr gültig. Das Kind muss dann über das Portal in den Kitas erneut vorgemerkt werden.

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