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Bauarbeiten am Terminal 3.

Kommentar

Ohne Rücksicht

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Fraport zieht ihr giftiges Vorhaben gnadenlos durch. Der Kommentar.

Polyfluorierte Chemikalien (PFC) sind alles andere als harmlos. Sie sind kaum abbaubar, bleiben sehr lange in der Umwelt. Einige PFC reichern sich in Organismen an, wirken gesundheitsschädlich auf den Menschen. Dass diese Stoffe auf speziellen Deponien zu entsorgen sind, hat demnach seine Berechtigung. Deren Böden müssen gut abgedichtet sein, damit das Gift nicht über die Niederschläge ins schützenswerte Grundwasser gelangt. Eben das befürchten die Menschen rund um den Frankfurter Flughafen. Jahrelang will Fraport dort belasteten Erdaushub von Terminal 3 provisorisch lagern. Und nichts währt so lange wie Provisorien.

Das Misstrauen der Bevölkerung ist groß. Zu Recht. Die giftige Erde fällt ja nicht vom Himmel. Fraport muss schon vor dem ersten Spatenstich gewusst haben, dass die Entsorgung der Altlasten ein Problem darstellen könnte. Wieder einmal setzt sie ein Vorhaben durch, ohne auf die Gesundheit der Menschen in der Nachbarschaft Rücksicht zu nehmen. Es ist kaum zu erwarten, dass das PFC-Lager in Mörfelden-Walldorf nicht genehmigt wird. Alles andere wäre eine dicke Überraschung.

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