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Interview

Frankfurts Sportdezernent sieht keine rechtlichen Probleme für Halle am Kaiserlei

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Sportdezernent Markus Frank sieht beim Bau der Halle am Kaiserlei keine rechtlichen Probleme. Er kündigt er einen „guten Tag für Frankfurt“ an.

Offenbach - Über kaum ein Projekt wird in Frankfurt seit so langer Zeit diskutiert wie über den geplanten Bau einer Multifunktionsarena am Kaiserlei. Nun tauchte ein Gutachten einer Juristin aus Hannover auf, wonach das lange Vergabeverfahren zu rechtlichen Problemen führen könnte. Denkbar wären Klagen von unterlegenen Bietern. Diese Sorge hat Frankfurts Sportdezernent Markus Frank (CDU) nicht. Im Gegenteil: Im FR-Interview kündigt er an, dass die Verhandlungen mit einem Investor noch in diesem Monat zu einem gute Ende gebracht würden.

Multifunktionshalle Kaiserlei: Pläne der Katz Group "sehr interessant"

Herr Frank, scheitert die Multifunktionsarena nun an rechtlichen Fragen?
Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Unser Vergabeverfahren läuft juristisch sauber und wird von renommierten und sehr erfahrenen Juristen betreut.

Aber es gibt ein Rechtsgutachten, in dem die sehr lange Verfahrensdauer kritisiert wird. Dadurch würden andere Bewerber ausgesperrt. Außerdem haben Sie sich ja schon auf einen favorisierten Bieter, die Lagardère-Gruppe, festgelegt, was auch nicht nach Wettbewerb klingt.
Bisher haben wir keine Beschwerden erhalten. Wenn es Kritik geben sollte, dann bitte direkt an uns, nur dann können wir für Abhilfe sorgen. Und ja, ein bisheriges Ergebnis des Wettbewerbes ist, dass ein Bieter favorisiert wurde und nun ein Angebot abgeben kann.

Als weiterer Interessent ist die Katz Group dazugekommen, die am Flughafen eine Halle bauen will. Sie kann sich an dem seit vier Jahre laufenden Vergabeverfahren nicht mehr beteiligen. Befürchten Sie von dieser Seite juristischen Ärger?
Die Pläne der Katz Group sind sehr interessant, aber die wollen ja gar nicht auf unserem Grundstück am Kaiserlei bauen. Bisher hat auch die Katz Group sich nicht bei uns gemeldet, um das Verfahren zu kritisieren.

Multifunktionshalle Kaiserlei: Investement von über 130 Millionen Euro

Warum wurde denn aus der Planung eine derart unendliche Geschichte?
Sie ist keine unendliche Geschichte. In dem zweistufigen Verfahren wurden erst mal die Bieter auf Zuverlässigkeit und auf ihr bisheriges Wirken überprüft, die Konzepte verglichen und Vorteile für die Home-Teams Skyliners und Löwen herausgearbeitet. Zahlreiche verkehrliche und planerische Herausforderungen wurden abgearbeitet; immerhin geht es um ein Investment von über 130 Millionen Euro. Es geht aber auch um den dauerhaften, nachhaltigen Betrieb der Multifunktionsarena und viele Arbeitsplätze – das hat sehr viel Arbeit gemacht und uns auch mehrfach an unsere Grenzen gebracht – aber die Mühe hat sich gelohnt.

Inwiefern?
Wir erwarten nun ein verbindliches Angebot für eine Multifunktionsarena zu bekommen.

Was heißt das konkret? Was bietet der Investor, zu welchen Konditionen baut er?
Ich darf über diese Details noch nicht reden. Ich sagte nur: In diesem November schon könnten wir einen guten Tag für Frankfurt erleben.

Multifunktionshalle Kaiserlei: "Es geht aber immer um das Gesamtangebot"

Aber was bedeutet das Angebot für Skyliners und Löwen? In der Halle am Flughafen könnten die Vereine mietfrei spielen und bekämen von der Katz Group noch Geld, um ein gutes Team aufzubauen. Bietet Lagardère das auch?
Ich kann nichts dazu sagen, was die Katz Group bietet. Es geht aber immer um das Gesamtangebot, und da gibt es unendlich viele Stellschrauben.

Interview: Georg Leppert

Ein Bekenntnis, die Arena am Kaiserlei bauen zu wollen, legtFrankfurts Sportdezernent Markus Frank (CDU) ab. Andere Nutzungen für die Fläche schließt er aus. Er hielt im August auch zwei Multifunktionsarenen in Frankfurt für möglich. 

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