Kommentar

Ökologische Signale

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Bei der neuen Organisation der FES sollte  im Vordergrund stehen, was die Kommunalpolitik in den Verträgen für die Menschen an Verbesserungen herausholen kann.

Leserbriefe an die FR aus jüngster Zeit: In Preungesheim sind die großen gelben Abfallbehälter lange nicht geleert worden, alles türmt sich auf der Straße. Vor Glascontainern an verschiedenen Orten der Stadt sammeln sich Hunderte von Flaschen, weil kein Müllwagen kommt. Die praktische Arbeit der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) ist keineswegs so großartig, wie sie CDU und Grüne gerade dargestellt haben.

Bei der neuen Organisation der FES sollte deshalb im Vordergrund stehen, was die Kommunalpolitik in den Verträgen für die Menschen an Verbesserungen herausholen kann. Es braucht deutliche ökologische Signale bei der künftigen Abfallsammlung. Leisere Müllfahrzeuge oder ein wiederverwertbarer Becher sind Schritte in die richtige Richtung.

Auf keinen Fall darf es zu einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen der 1800 Beschäftigten kommen. Kein Arbeitsplatzabbau, kein Dumping bei Löhnen und Gehältern – das sollte die politische Richtschnur für die Römer-Koalition von CDU, SPD und Grünen sein.

Wenn ein privater Partner all diese Bedingungen erfüllt, kann ein neuer Vertrag sinnvoll sein. Den großen Wettbewerb freilich, den CDU und Grüne im Römer jetzt infolge einer europaweiten Ausschreibung beschworen haben, gibt es in Wahrheit nicht. Längst haben einige wenige Konzerne den privatwirtschaftlichen Entsorgungsmarkt unter sich aufgeteilt.

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