Europawahl

Ökolinx strebt nach Europa

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Linke Kleinpartei kämpft bei Europawahl „gegen die rechte Front“

Die Ökologische Linke (Ökolinx) tritt bei der Europawahl am 26. Mai an. Es ist das erste Mal, dass die Gruppe, die in der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung mit zwei Sitzen vertreten ist, für das Europäische Parlament kandidiert. Ökolinx will im Wahlkampf „gegen die rechte Front in Europa“ mobilisieren.

Am gestrigen Montag wollte die Gruppierung „mehr als 5650 beglaubigte Unterstützungsunterschriften“ beim Bundeswahlleiter in Wiesbaden abgeben. Notwendig für eine Kandidatur waren 4000 Unterschriften. Es geht um eine hessenweite Liste.

Die Kleinpartei Ökolinx war 1991 von der früheren Bundessprecherin der Grünen, Jutta Ditfurth, und ihrem Lebensgefährten Manfred Zieran gegründet worden. Die beiden sitzen heute auch im Stadtparlament. Neben der Stadtverordnetenversammlung ist Ökolinx auch in den Ortsbeiräten 1 (Bahnhof, Gallus, Gutleut, Innenstadt), 3 (Nordend) und 4 (Bornheim, Ostend) in Frankfurt repräsentiert.

Die Gruppe verweist darauf, dass es bei der Europawahl am 26. Mai keine Sperrklausel gebe. Ökolinx sieht sich selbst als „antiautoritäre undogmatische linke Partei“. Sie tritt bei der Europawahl gegen ein „rassistisches, antisemitisches, menschenfeindliches“ Europa an, „vor dessen Festungsmauern Menschen ertrinken“.

Die Ökologische Linke kämpft nach eigenem Bekunden für die „sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung von Frauen und die umfassende Emanzipation aller Menschen, egal welchen Geschlechts, sexueller Orientierung oder Herkunft“. Sie wendet sich gegen die Atomenergie und die Verbrennung fossiler Energien und versucht, „die Zerstörung des Klimas zu verhindern.“

Außerdem gehe man gegen alle Versuche vor, „Proteste und Widerstand gegen Überwachung und Militarisierung im Inneren wie im Äußeren einzuschüchtern.“

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