Verdacht

Öko-Test durchsucht

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Mitarbeiter der Holding in Verdach. Schaden in Millionenhöhe.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen drei ehemalige hochrangige Mitarbeiter der Öko-Test Holding AG wegen des Verdachts der Untreue. In diesem Zusammenhang durchsuchten mehr als 40 Beamte am Dienstag Räume von Öko-Test in Berlin, Frankfurt, Hamburg und Elmshorn, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Laut den bisherigen Ermittlungen soll sich die Öko-Test Holding Ende 2017 in einer finanziellen Schieflage befunden haben. Trotzdem sollen die Beschuldigten den Erwerb von Anteilen an einer ebenfalls angeschlagenen, in Hongkong ansässigen Gesellschaft verantwortet haben. Zudem sollen die drei hochrangigen Mitarbeiter veranlasst haben, dass die Öko-Test Holding der angeschlagenen Gesellschaft ein Darlehen gewährte. Dabei sollen die Beschuldigten ihre Prüf- und Sorgfaltspflicht verletzt haben. Die Holding im Fernen Osten wurde bald zahlungsunfähig, wodurch Öko-Test laut Staatsanwaltschaft ein Millionenschaden entstanden sein soll.

Bei der Durchsuchung der Firmenräume der Öko-Test AG und der beteiligten Gesellschaften sowie Wohn- und Geschäftsräumen der Beschuldigten stellten die Ermittler in sieben Objekten zahlreiche Akten und digitalen Daten sicher. Die Staatsanwaltschaft stellte klar, dass die laufenden Ermittlungen keinen Bezug zur Arbeit der Zeitschrift Öko-Test hätten.

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