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Wappenbaum auf Oberräder Buchrainplatz ist vollständig

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Von: Sabine Schramek

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So sieht der Wappenbaum auf dem Buchrainplatz nun aus.
So sieht der Wappenbaum auf dem Buchrainplatz nun aus. © Rainer Rüffer

Der Wappenbaum hat seine lang ersehnte Spitze erhalten. Außerdem enthält er jetzt auch ein 20. Wappen.

Regen ist gut für Gemüse und Kräuter auf den Feldern des Gärtnerdorfs. Weil Regen für Menschen, die ihr Frühlingsfest feiern wollen, zu kalt ist, gibt es spontan Glühwein aus dem Lokal „Grüne Soße und mehr“ von Kai Abicht. Wenn dazu „Summertime“ von Ella Fitzgerald und Louis Armstrong oder „Here Comes the Sun“ von den Beatles erklingt und zudem der hohe Wappenbaum, der seit April 2016 den Buchrainplatz schmückt, die langersehnte Spitze in Form eines geschmiedeten halben Rades bekommt, kommen fast Frühlingsgefühle auf.

„Vielleicht sollten wir das Wetteramt Offenbach noch in den Oberräder Vereinsring aufnehmen“, scherzt der Vorsitzende Peter Keller gut gelaunt. Nicht nur die edle Spitze freut ihn, sondern auch, dass das 20. Wappen, das jetzt in Grün am Baum hängt, von der Oberräder Gärtnervereinigung ist. „Gärtner und das Rad, typischer für Oberrad geht es nicht an einem Tag.“

Dachdecker Bernd Neumann enthüllt es auf einer Drehleiter in luftiger Höhe. Mit dabei in luftiger Höhe ist Grüne-Soße-Königin Susanne I., die es sich nicht nehmen lässt, bis hinauf zur Spitze zu fahren. Sie ist dann aber auch froh, als sie wieder festen Boden unter den Füßen hat. Ganz schwindelfrei ist sie nicht. Den Blick direkt auf den wuseligen Marktplatz und direkt auf das halbe Rad möchte sie dennoch nicht missen. „Es ist ein schönes Zeichen für die Vereine und ihren Zusammenhalt im Stadtteil nach den harten Corona-Jahren“, sagt sie.

Die freiwillige Feuerwehr kommt mit einem Wagen vorbei, die Wespen schminken Kinder und die Frauen vom Ski-Club Oberrad haben Teig für Waffeln vorbereitet, den Aurora, Pauline und Emily backen und zugunsten der Menschen in der Ukraine verkaufen. „Den Teig haben wir auch mitgemacht“, erzählen die drei Mädchen stolz. Auch andere Vereinsmitglieder bringen Schüsseln voller Teig. Die Oberräder Apfelweinkönigin Maren I. und Apfelweinprinzessin Nina I. sammeln Spenden für die Tafel, kleine und große Besucher lassen an einem Stand von ADFC und Präventionsrat ihre Fahrräder codieren und holen sich Tipps rund ums Rad und Sicherheit.

Dazwischen wird an den Marktständen frisch eingekauft, gebabbelt, Wein und Bier getrunken oder Kuchen genascht. Sogar frisches Spanferkel mit Kartoffelsalat gibt es. Die Stimmung ist fröhlich, sogar der Regen hört auf. Kinder dürfen bei einem Ausflug mit dem Traktor durch die Felder dabei sein und genießen das Fest ebenso wie ihre Eltern und Großeltern. Auch wenn einige wenige Feste letztes Jahr im Gärtnerdorf gefeiert werden konnten, merkt man, dass der Nachholbedarf seit Corona groß ist. Die Oberräder:innen lachen und babbeln, tauschen Rezepte aus und Tipps für ihre Gärten und Balkons. Kinder spielen und toben mit ihren Freunden und Freundinnen.

Die Blicke gehen auch immer wieder bewundernd hoch hinauf zur die Spitze des Wappenbaums, auf den nicht nur die Mitglieder des Vereinsrings sehr stolz sind. Zu den jetzigen 20 Wappen kommen demnächst noch zwei weitere, ein dritter Verein will ebenfalls noch beitreten, verrät Susanne I. „Gerade sind Vereine wieder im Trend. Die Sehnsucht, nach so langer Zeit der Entbehrungen, gemeinsam etwas zu tun, ist groß“, weiß Keller. „Der Zusammenhalt ist groß und wertvoll für alle. Innerhalb der einzelnen Vereine und auch bei den Vereinen untereinander.“

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