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Kinderbeauftragter Roland Limberg engagiert sich sehr für die Jugend in Oberrad.

Oberrad

Kinderbeauftragter legt Ideen für Waldspielpark Scheerwald in Oberrad vor

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Der Kinderbeauftragte stellt sein Bewegungskonzept für den Scheerwald vor. Gespräche mit der Stadt sollen folgen.

Falls nur einige von Roland Limbergs Vorschlägen und Ideen umgesetzt werden, könnte der Scheerwald in Oberrad einer der tollsten Parks der Stadt werden. Der Kinderbeauftragte des Viertels hat sein Konzept für den rund vier Hektar großen Waldspielpark am Freitag in der Sitzung des Ortsbeirats 5 vorgestellt.

„Er ist nicht mehr attraktiv und nicht auf der Höhe der Zeit“, sagt Limberg, der eine Präsentation und ein Modell vorbereitet hat. Aus dem trostlosen Areal am Sachsenhäuser Landwehrweg soll ein Bürgerpark für Jugendliche, Kinder und Senioren werden. Oft werde bemängelt, dass die Jugendlichen nur auf ihre Smartphones starrten und sich zu wenig bewegen, im Scheerwald hätten sie viele Möglichkeiten. Schulen könnten das Gelände mitten im Stadtwald für AGs oder den Sportunterricht nutzen.

Das erste Projekt, das in den Osterferien mit der Frankfurter Firma DC Movement verwirklicht wird, ist eine Pumptrack-Anlage, eine Bahn, auf der Kinder mit Rollern, Skateboards oder dem Rad ihre Kreise drehen können. Limberg wünscht sich, dass diese dort fest installiert wird. Überdies kann er sich ein Flow Trail, eine hügelige Mountainbike-Strecke, vorstellen. Die wenig spannende Minigolf-Anlage ließe sich mit einfachen Mitteln zu Adventure-Golf ausbauen. Auch Outdoorbilliard mit Fußbällen wäre ohne großen Aufwand realisierbar. Auf Seniorensportgeräten, einer Calisthenics-Anlage oder einem Niedrigseilgarten üben Ältere und Jüngere Kraftsport und Geschicklichkeit, plant Limberg.

Die Fußballfelder könnten durch Basketballkörbe ergänzt werden, ein Joggingpfad parallel des Rundweges verlaufen und der Spielplatz attraktiver umgebaut werden. Die Grillplätze und Wasserspiele blieben erhalten, nach langem Stillstand sollen sie diesen Sommer wieder sprudeln, hatte die Stadt angekündigt. In der Hütte, in der bereits ein Kiosk Essen und Getränke verkauft, könnte über ein zweites Fenster Tischtennis-, Golfschläger oder auch Equipment für den Pumptrack ausgegeben werden.

Ortsbeirat und Bürger sind begeistert von der Vielzahl der Ideen. „Was sagt das Grünflächenamt wegen der Bäume und versiegelten Flächen?“, fragt Reinhard Klapproth (Grüne). Dem Amt wolle er das Konzept bald vorstellen, sagt Limberg. „Aber es muss kein einziger Baum gefällt werden.“

Auf welche Höhe sich die Kosten belaufen und wie die Finanzierung umgesetzt werden kann, weiß Limberg ebenfalls noch nicht genau. Die Pumptrack-Anlage auf Dauer zu installieren koste rund 43 000 Euro, den Flow Trail zu errichten etwa 15 000. Einen Betreiber brauche es dafür nicht, „aber es ist keine schlechte Idee, wenn sich jemand findet“. Limberg hofft nun, dass wenigstens ein Teil seiner Pläne realisiert wird.

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