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Der Wochenmarkt auf dem Buchrainplatz in Oberrad. Einkaufen gehen dort viele, ein Treffpunkt ist er aber für viele nicht.

Oberrad

Länger auf dem Platz bleiben

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Seit der Buchrainplatz in Oberrad neu gestaltet wurde, wirkt er auf viele Bewohner des Stadtteils trostlos. Eine neue Initiative will dies nun ändern.

Der Wochenmarkt auf dem Buchrainplatz soll belebter werden. Viele Oberräder kauften zwar samstags bei den Ständen der Marktbeschicker ein, blieben aber nicht lange dort, sagt Susanne Reichert von der CDU Oberrad. Das will die neu gegründete Initiative „Oberräder Wochenmarkt“ jetzt ändern. Mit dabei sind Vertreter des Vereinsrings, des Gewerbevereins, der örtlichen Gärtner und der Kommunalpolitik, wie etwa Ortsvorsteher Christian Becker (CDU). „Wir wollen mehr Leben in die Ortsmitte bringen“, sagt Bernd Neumann vom Gewerbeverein.

Die Grundidee sei, mit gezielten Veranstaltungen mehr Menschen auf den Markt zu locken, sagt Reichert, die auch Oberräder „Frankfurter Grüne Soße Königin“ ist. Ende März geht es mit einem Frühlingsfest los. Geplant sei, einmal im Monat eine Aktion auf die Beine zu stellen, mit Essen, Getränken und Angeboten für Kinder. Wichtig sei der Initiative, dass die Veranstaltung Lokalkolorit habe und zum Stadtteil passe. Reichert hat mit allen Marktbeschickern gesprochen, die die Idee sehr begrüßten.

Auf dem Markt, der seit fünf Jahren wieder auf dem Buchrainplatz stattfindet, gibt es einen Weinstand, Bäcker, Metzger, einen Feinkost- und Blumenstand. Angela Jung verkauft dort seit vergangenem Jahr mit ihrem Ehemann Obst und Gemüse aus ihrer Oberräder Gärtnerei. Sie ist zwar zufrieden mit dem Verkauf, hofft aber, dass sich der Markt mehr zu einem Treffpunkt entwickelt. Denn der fehle im Stadtteil. „Es wäre doch schön, wenn man sich hier mit Familien zum Essen und Trinken verabredet.“ Auf anderen Märkten sei das üblich.

Der Buchrainplatz ist nicht gerade sehr beliebt im Stadtteil. „Er ist grau und öde und im Sommer sehr heiß“, sagt Peter Keller, zweiter Vorsitzender des Vereinsrings und Präsident des Karnevalsverein die Wespen. Die Stände verlören sich etwas auf der großen Fläche, dabei lohne es sich sehr, dort einzukaufen, denn die Qualität sei gut und die Ware frisch. Im Sommer, wenn das Lokal „Grüne Soße und mehr“ seine Tische auf den Platz stelle, sehe es noch etwas besser aus.

Früher, als der Buchrainplatz noch geteilt gewesen war, sei an den Ständen am Brunnen der Treffpunkt gewesen, erinnert sich Keller. „Da war immer was los.“ Das wünscht er sich wieder, darum sei er gerne bei der neuen Initiative dabei. „Das ist eine prima Idee und notwendig.“ Auch Vereine könnten sich monatlich mit einem Stand präsentieren, überlegt er. Denn Schaukästen gebe es im Stadtteil nicht mehr, aber viele Menschen, die sich nicht im Internet informierten.

Susanne Reichert findet den Platz gar nicht so schlecht, schließlich sei er für Veranstaltungen konstruiert worden und biete viel Fläche für Bühnen oder Zelte. Der Untergrund halte auch bei schlechtem Wetter. „Wenn die Bäume größer werden und die Pergola zugewachsen ist, gibt es auch mehr Schatten.“ Und bald hoffentlich auch mehr Menschen.

Das Frühlingsfestwird am Samstag, 30. März, von 10 bis 14 Uhr mit Live-Musik gefeiert. Kinder werden geschminkt und können Ostereier bemalen. Neben den regulären Ständen gibt es zusätzliches Essen und Getränken, auch die Grüne-Soße-Königin schaut vorbei.

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