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Der Kinderbeauftragte Roland Limberg hat eine Verkehrsberuhigung auf der Buchrainstraße erwirkt.
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Der Kinderbeauftragte Roland Limberg hat eine Verkehrsberuhigung auf der Buchrainstraße erwirkt.

Oberrad

Buckel gegen Raserinnen und Raser

  • VonKatja Sturm
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Der Ortsbeirat 5, zuständig für den Frankfurter Stadtteil Oberrad, will den Verkehr auf der Buchrainstraße durch Aufpflasterungen beruhigen. Seit Jahren schon hat sich dafür der Kinderbeauftragte Roland Limberg eingesetzt.

Den Grund für seinen Ärger hat Roland Limberg bestens im Blick. Der Kinderbeauftragte für Oberrad wohnt selbst an der Buchrainstraße. Dort sieht er sie: die zahlreichen Autos, die vor allem wochentags in den frühen Abendstunden und am Wochenende vorbeirasen, obwohl Tempo 30 gilt. „Seit drei Jahren kämpfe ich dafür, dass etwas dagegen unternommen wird“, sagt Limberg. „Aber es wurden mir immer wieder Steine in den Weg gelegt.“

Jetzt scheint sein Wunsch endlich in Erfüllung zu gehen. Nach einer Ortsbegehung mit Vertretern und Vertreterinnen des Ortsbeirats 5 und des Verkehrsdezernats im November wurde beschlossen, oberhalb der Kreuzung Goldbergweg/Wiener Straße im Abstand von mehreren hundert Metern an zwei Stellen eine Aufpflasterung vorzunehmen, also die Fahrbahn anzuheben, um die Übermütigen zu bremsen. Härtere Schwellen seien ungeeignet, weil der Stadtteilbus auf dieser Strecke fährt und dessen Passagiere sonst zu sehr durchgeschüttelt werden.

Im Laufe des nächsten Jahres erwartet Limberg den Vollzug. Damit, sagt er, sei er erst mal zufrieden. „Ich bin froh, dass überhaupt etwas passiert.“ Denn die aktuelle Lage bereite ihm große Sorgen.

Die Straße wird viel von Radfahrenden sowie Kindern und Jugendlichen genutzt, die beispielsweise die nahe gelegene Gruneliusschule besuchen oder auf dem Weg zu den Sportplätzen sind. Die Breite und die am Straßenrand parkenden Pkw erlauben es zwei Autos nicht, ohne Ausweichen in die Lücken aneinander vorbeizukommen. Zudem gilt rechts vor links, „da will ich nicht wissen, was passiert, wenn da einer mit so einem Tempo dem anderen die Vorfahrt nimmt“. 70, 80 Stundenkilometer hätten einige drauf, wenn am Abend um 21.30 Uhr die Ampeln ausgeschaltet werden und sie meinen, sie könnten ungehindert Gas geben.

Für die „extrem hohe Frequenz“ in der jüngeren Zeit gibt es laut Limberg einen einfachen Grund: Der Weg führt auch zum Waldspielpark Scheerwald. Dorthin wichen Leute aus Offenbach aus, weil in ihrer Stadt Grillplätze geschlossen wurden. Das lasse sich an den Kennzeichen erkennen. Auch zu anderen, nicht gerade legalen „Geschäften“ wie Drogenhandel oder Probeschießen im Stadtwald gebe es Hinweise.

Schon früher hatte es an gleicher Stelle eine Prüfung der Lage gegeben. Allerdings im November, wenn nicht so viele Menschen in Richtung Freizeitvergnügen im Freien unterwegs sind. Entsprechend wurde das Ansinnen abgelehnt. Auch der Vorschlag, mobile Geschwindigkeitsmessgeräte aufzustellen, blieb ungehört. Für ein erneutes Vorpreschen fand Limberg im Ortsbeirat 5 wichtige Unterstützer: den Ortsvorsteher Christian Becker (CDU) sowie Cary Drud von den Grünen.

Irgendwann mal, erinnert Limberg sich, war ein Auto mit 120 Stundenkilometern in der Buchrainstraße in einen Garten hineingeschossen. Der Fahrer flüchtete. Nur durch viel Glück wurde niemand verletzt.

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