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Die große Belastung durch Fluglärm ist ein Dauerproblem in Frankfurt und Rhein-Main.

OB-Wahl in Frankfurt

CDU-Kandidatin düpiert Fluglärmgegner

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Statt den Fragebogen zum Fluglärm auszufüllen, schickt die Kandidatin der CDU bei der OB-Wahl in Frankfurt, Bernadette Weyland, ein paar allgemeine Sätze. „Eine Missachtung“, sagen die Bürgerinitiativen.

Fast alle haben den Fragebogen zum Flughafen ausgefüllt und zurückgesandt. Fast alle Kandidaten für die Wahl zum Oberbürgermeister (OB) am 25. Februar. Einzig Ming Yang habe überhaupt nicht geantwortet, teilen die Frankfurter-Bürger-Initiativen (F.B.I.) gegen den Flughafenausbau mit.

Auch CDU-Frau Bernadette Weyland habe sich nicht auf die Spielregeln eingelassen. Sie habe den Bogen nicht ausgefüllt, sondern einige pauschale Sätze zurückgeschickt. „Sie will sich nicht auf Antworten festlegen lassen, gibt dafür nur einen Kommentar ab“, kritisiert FBI-Sprecher Klaus Rehnig. „Eine Missachtung der betroffenen Bürger“ sei das. Unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen seien durchaus akzeptabel, betont Rehnig. „Aber das Thema Fluglärm für Frankfurt ignorieren zu wollen, zeigt eine geringe Bereitschaft Oberbürgermeisterin für alle Frankfurter werden zu wollen.“

Yang und Weiland bleiben Antworten schuldig

Soll der Kampf gegen Fluglärm verstärkt werden? Unterstützen Sie ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr? 30 Fragen in dieser Art waren es insgesamt, zu denen die Bürgerinitiativen ein Ja oder Nein erbeten hatten. Am Ende sollten die Wähler eine Übersicht erhalten, wie die einzelnen Kandidaten zum Thema Flughafen stehen.

Die gibt es jetzt nur für zehn der zwölf Kandidaten. Bei Yang und Weyland bleiben die Antwortspalten leer. Die CDU-Bewerberin schickte stattdessen ein Statement, in dem sie den Wert des Flughafens für Wirtschaft und als Arbeitgeber hervorhebt. Fluglärm müsse weiter verringert werden – durch die Weiterentwicklung des aktiven und passiven Schallschutzes. „Frankfurt profitiert zweifelsohne vom Flughafen, ich sehe aber die Verminderung von Lärmbeeinträchtigungen als wichtige Daueraufgabe“, schreibt Weyland.

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