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„Es tut mir leid, wenn sie als Einladung zum Leichtsinn missverstanden wurde“, so OB Feldmann – hier im April 2020.
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„Es tut mir leid, wenn sie als Einladung zum Leichtsinn missverstanden wurde“, so OB Feldmann – hier im April 2020.

„Shopping“-Ticket

Frankfurts OB Peter Feldmann entschuldigt sich

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Trotz Kontaktbeschränkungen wollte Frankfurts OB Feldmann Menschen mit günstigen Fahrkarten zum Shopping in die Innenstadt locken. Nach scharfer Kritik rudert er jetzt zurück.

Am Samstagnachmittag dann hat Oberbürgermeister Peter Feldmann um Entschuldigung gebeten. Die am Freitag über den städtischen Pressedienst angekündigte Regelung, wonach man am Samstag mit einem Kinderfahrschein mit dem ÖPNV zum Shoppen in die Innenstadt fahren durfte, „passt nicht in die jetzige Zeit“, teilte der SPD-Politiker über Facebook und Twitter mit: „Es tut mir leid, wenn sie als Einladung zum Leichtsinn missverstanden wurde“, schrieb Feldmann weiter.

Am Freitagmittag hatte das Presseamt über die Regelung informiert, wonach die Nutzerinnen und Nutzer von Bus und Bahn am Samstag in ganz Frankfurt nur einen Kinderfahrschein benötigten. „Mit diesem Angebot ermöglichen wir den Fahrgästen am Samstag vor dem dritten Advent, kostengünstig mit einem Kinderfahrschein in Frankfurt unterwegs zu sein, um so ihren Weihnachtseinkauf zu erledigen“, wurde Feldmann zitiert.

Die Reaktion war ein klassischer Shitstorm in den sozialen Medien. Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek fragte angesichts der hohen Infektionszahlen und des allgemeinen Ratschlags, die Kontakte so weit wie möglich zu begrenzen, ob das Angebot als Aprilscherz gemeint gewesen sei.

Klose nicht zufrieden

Die Grünen im Römer kritisierten, Feldmann „verramscht die Gesundheit Frankfurter Bürgerinnen und Bürger“. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion, Birgit Ross, sagte: „Dies ist eine schallende Ohrfeige für diejenigen Menschen, die tagtäglich um das Überleben der Patientinnen und Patienten auf den Intensivstationen kämpfen.“ Das Verhalten des OB sei der Stadt nicht würdig. Kritik gab es auch vonseiten der CDU. Und die Ökolinx-Stadtverordnete Jutta Ditfurth schrieb auf Twitter: „Happy Spreading und tödliche Weihnachten“.

Zuspruch für die Aktion gab es nur sehr vereinzelt. Einzelhändlerinnen und -händler wiesen auf die schwierige Lage ihrer Branche hin.

Nach Feldmanns Entschuldigung wurde die Kritik leiser. Der Hessische Sozialminister Kai Klose (Grüne) gab sich mit Feldmanns Worten indes nicht zufrieden. Er schrieb auf Twitter: „Nicht die Verantwortung beim Empfänger abladen. Was soll daran misszuverstehen gewesen sein? Wenn die Aktion so lange geplant war und nicht mehr in die Zeit passt, warum dann keine Absage?“

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