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OB-Wahl in Frankfurt: Mathias Pfeiffer will Macht der Grünen beschränken

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Von: Timur Tinç

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Mathias Pfeiffer, OB-Kandidat der Bürger für Frankfurt.
Mathias Pfeiffer, OB-Kandidat der Bürger für Frankfurt. © Renate Hoyer

Der OB-Kandidat der Bürger für Frankfurt (BFF) arbeitet sich in seinem Programm an den Frankfurter Grünen ab. Mit einem Sieben-Punkte-Programm will er die Wählerschaft überzeugen.

Vier Spielfiguren in rot, schwarz, gelb und grün sind auf dem durchgestrichenen Verkehrsschild neben dem großen Konterfei von Mathias Pfeiffer abgebildet. „Keiner von denen“ steht auf dem Plakat des Oberbürgermeisterkandidaten der parteifreien Wählervereinigung „Bürger für Frankfurt“ (BFF). Besonders auffällig: Die grüne Spielfigur liegt dabei als einzige umgefallen auf dem Boden. Passend dazu sagt der 56-Jährige: „Ich möchte die Macht und Möglichkeiten der Grünen begrenzen.“

Dieser Duktus zieht sich auch durch das Sieben-Punkte-Programm von Pfeiffer, das er für die OB-Wahl am 5. März vorbereitet und am Dienstag im Frankfurter Presseclub vorgestellt hat. „Nach dem Feldmann-Debakel ist der Wunsch da, dass wir einen OB haben, der ehrlich und vertrauenswürdig ist“, sagte Pfeiffer, der aus der Büro- und Objekteinrichtungsbranche kommt. Nach reiflicher Überlegung im Vorstand sei man zur Überzeugung gekommen, dass er kandidieren solle.

Seit 2016 sitzt Pfeiffer im Frankfurter Stadtparlament. Er ist seit 2021 Fraktionsgeschäftsführer der Fraktion BFF und „BIG“, die laut Pfeiffer „für eine gemeinsame konservative Werteordnung kämpfen“.

Als OB will Pfeifer den Grünen das Mobilitätsdezernat entziehen und neu vergeben. Die Verkehrspolitik sei „ideologiegetrieben“. Außerdem hätten 25 Jahre grüne Schulpolitik ein „Desaster“ hinterlassen. Er selbst will Stadtplanung und Wohnungspolitik zur Chefsache machen, die Planungen für den Stadtteil im Frankfurter Nordwesten einstellen und den Baulandbeschluss aufheben.

Pfeiffer will sich für eine Gleichberechtigung aller Mobilitätsformen einsetzen und weg vom Fokus auf den Fahrradverkehr. Beim Thema Sauberkeit und Sicherheit will er dezernatsübergreifend als Moderator auftreten und den „Turnaround“ schaffen. Er will lieber Klimanpassungen vornehmen, als nach Klimaneutralität zu streben. „Es dürfen keine wertvollen Frischluft- und Kaltluftschneisen zubetoniert werden. Mehr Grün in der Stadt als im Römer.“ Er will den Spannungsbogen zwischen Dörflichkeit und Internationalität in der Stadt bewahren, zum Beispiel indem er sich für den Wiederaufbau des Schauspielhauses an seinem historischen Ort einsetzt.

Außerdem will Pfeiffer ein kommunales Wohngeld einführen. Vorhandene Fördermittel in Höhe von 30 bis 50 Millionen Euro könnten umgeleitet werden, schlägt er vor.

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