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OB-Wahl in Frankfurt: Kandidat aus Abu Dhabi

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Von: Georg Leppert

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54 Zentimeter lang: der Stimmzettel bei der OB-Wahl.
54 Zentimeter lang: der Stimmzettel bei der OB-Wahl. © Wahlamt Stadt Frankfurt

Das Wahlamt veröffentlicht den Stimmzettel und nennt Formalitäten zur Abstimmung.

Gut sieben Wochen vor der Frankfurter OB-Wahl stehen die letzten Details fest. Etwa die Größe des Wahlzettels. Der misst knapp 55 Zentimeter in der Länge und 21 Zentimeter in der Breite. An die Ausmaße des Stimmzettels bei der Kommunalwahl, der scherzhaft Tapete genannt wurde und in der Breite auf einen Meter kam, reicht das zwar noch nicht heran. Bei OB-Wahlen in Frankfurt gab es aber nie einen größeren Zettel.

Das ist auch kein Wunder, wie Stadträtin Eileen O’Sullivan (Volt), Wahlleiter Tarkan Akman und Michael Wolfsteiner, kommissarischer Leiter des Wahlamts, am Donnerstag der Presse erklärten. Die 20 Bewerberinnen und Bewerber bedeuten Höchststand. Zum Vergleich: 2018 traten gerade mal zwölf Kandidat:innen an – darunter fünf Frauen. Diese Quote ist massiv zurückgegangen. Auf dem Stimmzettel für die Wahl am 5. März (Stichwahl am 26. März) finden sich nur vier Frauen. Eine davon aber immerhin an erster Stelle: Manuela Rottmann von den Grünen.

OB-Wahl: 508000 Menschen stimmen ab

Auch ansonsten ist der Blick auf den Wahlzettel interessant. Angegeben ist das Alter der Kandidatinnen und Kandidaten. Der älteste ist Karl-Maria Schulte (69 Jahre, Platz 19, Beruf: Zukunftsgestalter). Jungspund ist Katharina Tanczos (33 Jahre, Platz acht, Hörgeräte-Akustikerin). Tanczos wurde von der Satirepartei „Die Partei“ aufgestellt und ist eigentlich nur Sprecherin von Prof. Dr. Dr. Bembel. Eine etwas wirre Geschichte, jedenfalls taucht auf den Wahlvideos der „Partei“ nie Tanczos, aber immer ein Bembel auf.

Apropos Prof. Dr. Dr. Die Frauen mögen auf dem Stimmzettel in der Minderheit sein, aber die beiden einzigen Kandidat:innen, die promoviert haben, sind weiblich: Rottmann und Daniela Mehler-Würzbach. Und noch etwas ist spannend: Anders als die Wählerinnen und Wähler müssen Oberbürgermeister:innen nicht in Frankfurt gemeldet sein. Der Einzelkandidat Markus Eulig (61 Jahre, Platz 20, Journalist) gibt als Wohnort Abu Dhabi an.

Die Formalitäten, die Wahlamt und Dezernat am Donnerstag bekanntgaben, waren hingegen einigermaßen erwartbar. Wahlberechtigt sind volljährige EU-Bürger:innen, die seit mindestens sechs Wochen in Frankfurt wohnen. Wie bei der Abwahl von Peter Feldmann (SPD) dürften das rund 508 000 Menschen sein.

Ab dem 26. Januar werden Wahlbenachrichtigungen verschickt. Wer bis zum 12. Februar keine hat, sollte das Wahlamt anrufen (069 / 212 - 40 400). Über einen QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung lässt sich am einfachsten Briefwahl beantragen. Dezernentin O’Sullivan bittet darum, den Antrag bis 22. Februar zu stellen. Das Briefwahllokal befindet sich nicht wie zuletzt in der Zeil 3 (wird saniert), sondern in der Stiftstraße 29. Darüber hinaus gibt es 376 Wahllokale.

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