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OB-Wahl in Frankfurt: Grüne setzen bei Feldmann-Nachfolge auf Manuela Rottmann

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Von: Georg Leppert

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Manuela Rottman ist eine der möglichen grünen Kandidat:innen für den OB-Posten.
Manuela Rottmann will bei der OB-Wahl für die Grünen kandidieren. © Jörg Carstensen/dpa

Die Bundestagsabgeordnete aus Unterfranken will Frankfurter Oberbürgermeisterin werden. Doch die Personalie ist bei den Grünen umstritten.

Das Geheimnis, das zumindest kein ganz großes mehr war, wurde am Dienstag um 12 Uhr gelüftet. Die Bundestagsabgeordnete Manuela Rottmann, die Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium ist, soll bei der Frankfurter OB-Wahl am 5. März für die Grünen antreten. Das schlägt die siebenköpfige, von der Basis eingesetzte Findungskommission vor, die in den vergangenen Wochen mit sechs Kandidatinnen und Kandidaten gesprochen hatte.

Rottmann würde bei der OB-Wahl gegen Uwe Becker (CDU) und Mike Josef (SPD) antreten. Die Entscheidung über die Personalie soll aber erst beim Parteitag der Frankfurter Grünen am Samstag im Bürgerhaus Griesheim fallen. Dann sollen die Mitglieder Rottmanns Kandidatur bestätigen, so der Wunsch der Findungskommission.

Dreikampf um OB-Posten in Frankfurt: Becker, Josef und Rottmann

Auch Becker und Josef müssen sich noch von den Mitgliedern beziehungsweise einer Delegiertenkonferenz bestätigen lassen. Doch bei den Kandidaten von CDU und SPD ist das eine Formalität. Bei den Grünen hingegen gibt es schon im Vorfeld kontroverse Diskussionen. Denn Rottmann war zuletzt vor zehn Jahren politisch aktiv in Frankfurt. Von 2006 bis 2012 war sie Dezernentin für Umwelt und Gesundheit. Dass sie den Job gut machte, ist unstrittig. Doch ihr Bundestagsmandat erlangte die 50-Jährige in ihrer fränkischen Heimat, und bei der Basis der Grünen gibt es die Forderung, dass eine Kandidatin oder ein Kandidat aus Frankfurt antreten sollte. Dafür kämen Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner oder die Bürgermeisterin und kommissarische Oberbürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg infrage.

Grüner Stadtverordneter kritisiert Entscheidung

„Ich halte die Entscheidung der Findungskommission für sehr unglücklich“, sagte der Grünen-Stadtverordnete Uwe Paulsen am Dienstag im Gespräch mit der FR. Er schätze Rottmann, mit der er von 1999 bis 2001 die Partei führte, sehr. Die Entscheidung sei aber „ein Affront“ gegen Arslaner und Eskandari-Grünberg, die die beiden höchsten Ämter der Stadt bekleideten. Die Findungskommission hätte zumindest zwei Vorschläge machen müssen, damit der Parteitag am Samstag eine echte Wahl hat.

Das hatte zuletzt auch Arslaner in der FR gefordert. Doch dazu wird es nicht kommen, die Kommission hat sich auf Rottmann festgelegt.

Rottmann will die Beweggründe für ihre Kandidatur und ihre politischen Schwerpunkte am Mittwoch bei einer Pressekonferenz nennen. Derweil spottet der SPD-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Landesvorsitzende Kaweh Mansoori auf Twitter: „Die OB-Wahl in Frankfurt ist eine Richtungswahl zwischen Mike Josef und Uwe Becker. Das verspricht ein spannendes Duell um die Zukunft für unsere Stadt. Für die Frankfurter Grünen tritt eine Abgeordnete aus Unterfranken an.“

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