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OB-Wahl in Frankfurt: Grüne setzen auf eine Frau

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Von: Georg Leppert

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Wen stellen die Frankfurter Grünen auf? Omid Nouripour nicht.
Wen stellen die Frankfurter Grünen auf? Omid Nouripour nicht. © Rolf Öser

Der Bundesvorsitzende Omid Nouripour verabschiedet sich aus dem Rennen. Die Entscheidung fällt in wenigen Tagen.

Am Mittwoch hat Omid Nouripour im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau einen recht gewagten Vergleich gezogen. „Der OB-Job in der besten Stadt der Welt ist sicher reizvoller als das Amt des Papstes“, sagte der Bundesvorsitzende der Grünen, der zuletzt mit einem Direktmandat aus Frankfurt in den Bundestag eingezogen ist.

Was sich zunächst anhörte wie eine Bewerbung für die Kandidatur bei der Wahl am 5. März, war in Wahrheit eine Absage. „Dafür werden die Grünen der Main-Metropole ein großartiges Angebot machen“, fuhr Nouripour fort. „Ich habe einen anderen Vertrag und einen überlaufenden Schreibtisch.“ Und am Ende des Gesprächs ließ der 47-Jährige noch wissen: „Frankfurt bleibt stabil.“

Nouripour ist also raus aus dem Rennen der Kandidatinnen und Kandidaten bei den Grünen, und nicht wenige in der Partei bedauern das. Die Siegchancen des prominentesten Frankfurter Grünen wären hoch, darüber gibt es keine zwei Meinungen in der Stadt.

Auch abgesehen von Nouripour lichten sich allmählich die Reihen. Ein in Frankfurt noch nicht bekannter Kandidat aus Süddeutschland, der Interesse angemeldet und ein Gespräch mit der Findungskommission der Grünen geführt hatte, ist nicht mehr dabei, und auch der Name von Kämmerer Bastian Bergerhoff wird wohl eher nicht auf dem Stimmzettel stehen. Der einstige Parteivorsitzende hatte sich zu möglichen Ambitionen ohnehin immer sehr reserviert geäußert. Zudem scheint nun sehr vieles dafür zu sprechen, dass die Grünen unbedingt eine Frau aufstellen wollen.

Drei Kandidatinnen

Dafür infrage kommen Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner, Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg und die Bundestagsabgeordnete Manuela Rottmann, die von 2006 bis 2012 Dezernentin für Umwelt und Gesundheit war. Am Montagabend will die siebenköpfige Findungskommission, der etwa Parteichefin Julia Frank, aber auch Mitglieder aus der Basis angehören, eine Entscheidung treffen.

Möglich, aber eher unwahrscheinlich ist auch, dass die Gruppe zwei Kandidatinnen benennt. Auf jeden Fall fällt die Entscheidung über die OB-Kandidatur der Grünen am Samstag, 19. November, bei einer Kreismitgliederversammlung im Bürgerhaus Griesheim. Dort soll die Basis der Grünen über den Vorschlag der Findungskommission abstimmen.

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