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OB-Wahl in Frankfurt: Grüne haben keine Wahl

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Von: Georg Leppert

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Manuela Rottmann bei ihrer Verabschiedung im Römer 2012.
Manuela Rottmann bei ihrer Verabschiedung im Römer 2012. © Andreas Arnold

Soll Manuela Rottmann für die Grünen bei der OB-Wahl antreten? Oder eine Politikerin aus Frankfurt? Über diese Grundsatzfrage sollte die Basis abstimmen. Ein Kommentar.

Wenn die Frankfurter Grünen darüber abstimmen, wer für sie in den OB-Wahlkampf ziehen soll, haben sie keine echte Wahl. Klar, sie könnten die Bundestagsabgeordnete Manuela Rottmann ablehnen. Dann wäre die Partei beschädigt und müsste sich auf die Suche nach einer Kandidatin oder einem Kandidaten begeben, während Uwe Becker und Mike Josef schon fleißig Wahlkampf machen.

Die Grünen haben sich verändert - ohne Rottmann

Vieles spricht dafür, dass Rottmann eine gute Oberbürgermeisterin wäre. Sie hat als Dezernentin gute Arbeit geleistet und es nicht umsonst zur Staatssekretärin gebracht. Aber die Ansicht, dass die zuletzt erfolgreichen Frankfurter Grünen auf ihr eigenes Personal setzen sollten und keine Kandidatin von außen brauchen, ist legitim. Und Rottmann wäre eine Bewerberin von außen. Die Grünen haben sich in den zehn Jahren, seit sie weg ist, verändert. Sie haben Schwarz-Grün hinter sich gelassen, sind linker und selbstbewusster geworden. Rottmann hat diese Entwicklung nicht miterlebt.

Soll sie trotzdem kandidieren, weil sie eine gute Politikerin ist und Siegchancen hat? Darüber hätte die Findungskommission die Basis abstimmen lassen sollen. Diese Chance hat sie verpasst.

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