1. Startseite
  2. Frankfurt

OB-Wahl: Frankfurter CDU-Chef sieht städtische PR für SPD-Kandidat Josef

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christoph Manus

Kommentare

Nils Kößler bereitet seine Partei auf die Oberbürgermeisterwahl vor. Monika Müller
Nils Kößler wirft SPD-Dezernent Mike Josef vor, die Stadt Frankfurt für seine persönlichen Interessen zu nutzen. © Monika Müller

Die Stadt Frankfurt hat in ihrem Pressenewsletter ein Interview mit Planungsdezernent Mike Josef veröffentlich. Weil der Sozialdemokrat bei der OB-Wahl antritt, findet die CDU das empörend.

Der Partei- und Fraktionschef der Frankfurter CDU, Nils Kößler, kritisiert, dass die städtische Presseabteilung trotz des beginnenden OB-Wahlkampfs ein langes Interview mit Planungs- und Sportdezernent Mike Josef über den Newsletter der Stadt veröffentlicht hat. Denn der Sozialdemokrat tritt bei der Oberbürgermeisterwahl am 5. März an.

„Hat denn da niemand mehr ein Gefühl dafür, was sich gehört und was nicht?“, empört sich Kößler auf Facebook. Und wirft Josef vor, die Stadt mit ihrer Verwaltung für die persönlichen Interessen zu nutzen, wie das der abgewählte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) getan habe: „Das war und ist völlig daneben.“

Josef wollte sich am Dienstag nicht zu Kößlers Vorwurf äußern. Der Leiter der städtischen Presseabteilung, Mirco Overländer, teilte auf FR-Anfrage mit, das von ihm mit Josef geführte Interview beziehe sich ausschließlich auf dessen Funktion als Sport- und Planungsdezernent und sei überdies Teil einer Interview-Serie mit Frankfurts Dezernentinnen und Dezernenten, in denen diese auf die Herausforderungen des vergangenen Jahres zurückblickten und ihre Pläne für das Jahr 2023 schilderten.

In dieser Reihe seien bereits Interviews mit Kämmerer Bastian Bergerhoff und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (beide Grüne) erschienen. Weitere Interviews würden bald veröffentlicht.

Auch interessant

Kommentare