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Mike Josef (SPD) auf Twitter: Das Interview zum Nachlesen

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Von: Georg Leppert

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Mike Josef beantwortet Fragen auf Twitter.
Mike Josef beantwortet Fragen auf Twitter. © Renate Hoyer

Der OB-Kandidat der SPD twittert über Klimaschutz, bezahlbares Wohnen und rassistische Ausfälle.

Zweite Runde bei den Twitter-Interviews der FR mit den Kandidatinnen und Kandidaten der OB-Wahl. Im Parteihaus der SPD stellte sich Mike Josef den Fragen der User:innen. Wir dokumentieren Auszüge.

@Kolle_Frankfurt: Hallo Herr Josef, wir freuen uns über das Engagement Ihres Dezernats für gemeinschaftliches Wohnen. Welchen Hebel sehen Sie aktuell als wichtigsten Ansatzpunkt, damit Wohnprojekte die Bau- und Finanzierungskrise überstehen?

Wir erarbeiten Förderrichtlinie für GuG (gemeinschatftliches und genossenschaftliches Wohnen) – unter anderem Zuschuss und zinslose Darlehen. Wir müssen den Erbpachtzins senken und deckeln und brauchen im Bund andere Grundlage der Grundstückspreise. Wichtig: GuG ist wichtig für soziale und klimagerechte Stadtentwicklung und muss fester Bestandteil sein.

@DieFraktionFFM: Dein Freund Bäppi hatte sich vor Kurzem wiederholt rassistisch geäußert. Er hat sich spät, halbherzig und erst nach öffentlichem Druck entschuldigt. Hältst Du es für vernünftig ihn daraufhin in ein Kuratorium für Demokratie zu entsenden, wie es die SPD beantragt?

Nö, ich fände Prof. Dr. Dr. Bembel besser, aber im Ernst: Bäppis Aussagen gingen gar nicht, und das habe ich unter anderem gegenüber der FR sehr deutlich gemacht – aber auch er hat das Recht dazuzulernen.

@Lachinon1: Herr Josef, wie kann man behaupten Frankfurt klimaneutral zu machen, wenn man die CO2 Belastung durch den Flugverkehr einfach herausrechnet?

Der Vorwurf ist berechtigt, das gilt auch für Autobahnen. Wir müssen den CO2-Ausstoß senken und dürfen nichts schönrechnen.

@FabianBude1: Was tun die Kandierenden bei der OB-Wahl um mehr barrierefreien Wohnraum zu schaffen?

Das Programm für Modernisierung und Barrierefreiheit wird auf zehn Millionen Euro und der Zuschuss auf 50 Prozent erhöht, um Wohnungen schneller barrierefrei umzubauen. Menschen müssen selbstbestimmt zu Hause leben. Wir brauchen ein Rund-um-die-Uhr-Seniorenticket und Barrierefreiheit im ÖPNV.

@AlexFrankfurt6: Mike, wie möchtest du es erreichen, dass die Wohnungen in Frankfurt günstiger werden?

Mietenstopp bei ABG und NH verlängern, wir brauchen Verordnung vom Land, um gegen Leerstand vorzugehen, Mieter:innen mit dem Mietrecht vor Verdrängung schützen, Quoten, um bezahlbare neue Wohnungen zu bauen (Mittel habe ich dafür verdoppelt, Studieren- und Azubiwohnheime sowie GuG).

@hansefreunde: Werden Sie als OB Frankfurt zur Hansestadt machen? Die Anmeldegebühr von lediglich 300 Euro an die Neue Hanse würden wir Ihnen geben.

Ich empfehle, die 300 Euro an das Sozialdezernat für Menschen zu spenden, die unter den hohen Energiekosten leiden. Ich bin im Übrigen für einen Energiehilfefonds für private Haushalte, Kultureinrichtungen und Vereine. Damit sie nicht verschuldet in die nächsten Jahre gehen müssen.

@RoiEbbelwoi: Welche Möglichkeiten sehen Sie, um den Gewerbemix (nicht nur) in den Zentren der westlichen Stadtteile zu verbessern? Die Zahl des versorgungsrelevanten Gewerbes sinkt vielerorts zugunsten von Wettbüros, Spielhallen und Gastronomie mit abgeklebten Scheiben?

Wir sind dabei, in Gewerbegebieten Nutzungen wie Spielhallen auszuschließen. Insbesondere für kleinere Läden sind die Mieten zu hoch. Wir müssen über die ABG und städtische Räume bezahlbare Mieten ermöglichen und erhalten. Und zum Beispiel durch höhere Mieten bei Ketten weniger Miete bei Kleinen ermöglichen. Die fünf chancenreichsten Kandidatinnen und Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt stellen sich unserer Leserinnen und Leser. Sie fragen direkt auf Twitter - und bekommen dort auch die Antworten. Die Redaktion der Frankfurter Rundschau liest mit - und veröffentlicht im Anschluss die interessantesten Dialoge in der Zeitung und ihren digitalen Ausgaben.

FR-Twitter-Interviews

Machen Sie mit - und lesen Sie auch die Fragen und Antworten gerne nach:

Manuela Rottmann (Grüne)

Uwe Becker (CDU)

Yanki Pürsün (FDP)

Daniela Mehler-Würzbach (Linke)

OB-Wahl in Frankfurt

FR-Online-Dossier: Wer wird Oberbürgermeister oder Oberbürgermeisterin von Frankfurt? Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden am 5. März. Stichwahl-Termin wäre der 26. März. Die FR bündelt ihre Berichterstattung mit Analysen, Porträts und aktuellen Nachrichten in einem Online-Dossier. Mit dabei: Die Positionen der Kandidatinnen zu acht zentralen Wahlprüfsteinen.

Mit dem exklusiven FR-Wahlhelfer können Sie einfach und interaktiv herausfinden, welche:r Kandidat:in Ihnen inhaltlich nahe steht. 25 Thesen hat die FR-Redaktion ausgesucht - die Sie selbst gewichten können.

FR-Stadtgespräch zum Nachschauen: Am Mittwoch, 8. Februar, stellten sich den Fragen des FR-Römerteams die Kandidat:innen Manuela Rottmann, Uwe Becker, Mike Josef, Daniela Mehler-Würzbach und Yanki Pürsün. Die Diskussionsrunde lässt sich im Video nachsehen.

OB-Talks: Mit dem Medienmanager Bernd Reisig (Stiftung „Helfen helfen“) lädt die FR vier Kandidat:innen zu Einzelgesprächen ins SAE Institute: Uwe Becker, Manuela Rottmann, Mike Josef und - als Ergebnis einer Lerser:innen-Abstimmung - der Kandidat der „Partei“, Prof. Dr. Dr. Bembel, vertreten durch Katharina Tanczos. Die Abende lassen sich im Video nachsehen.

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