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OB-Wahl in Frankfurt: Niklas Pauli - ein Kleingärtner will an die Stadtspitze

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Von: Georg Leppert

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Niklas Pauli tritt am 5. März bei der OB-Wahl in Frankfurt am Main an. Derweil findet die „Partei“ eine Sprecherin für ihren Bembel.

Frankfurt - Im OB-Wahlkampf in Frankfurt am Main dürfte es auch um die Zukunft von Kleingärten und um Apfelwein gehen. Zumindest legen das zwei Kandidaturen nahe, die der Wahlleiter nach der Sitzung des Wahlausschusses am kommenden Freitag höchstwahrscheinlich bestätigen wird. Antreten werden der Vorsitzende des Kleingärtnervereins Riederwald, Niklas Pauli, und Katharina Tanczos von der Satirepartei „Die Partei“.

Wobei Tanczos’ Name zwar auf dem Wahlzettel steht. Kandidatin sei aber eine Prof. Dr. Dr. Bembel, wie „Die Partei“ immer wieder betont. Da ein Tongefäß aber nicht wählbar ist, musste eine Sprecherin her. Tanczos war zuletzt Vorsitzende der „Partei“ im Kreis Offenbach und schloss sich im dortigen Kreistag der Fraktion der Linken an. Mittlerweile wohnt sie in Oberrad.

Niklas Pauli, in der Mitte zwischen dem CDU-Stadtverordneten Yannick Schwander und Stadtrat Stephan Siegler.
Niklas Pauli, in der Mitte zwischen dem CDU-Stadtverordneten Yannick Schwander und Stadtrat Stephan Siegler. © Rainer Rüffer

„Die Partei“ in Frankfurt: Bembel bittet um Spenden für OB-Wahlkampf

Das Wahlprogramm des Bembels ist erwartungsgemäß recht speziell. Nico Wehnemann, der für „Die Partei“ im Stadtparlament sitzt, rief unlängst zu Wahlkampfspenden auf und schrieb: „Direkt nach Machtergreifung wird Prof. Dr. Dr. Bembel das Stadtsäckel über Dich leeren – Du wirst also mehr als genug zurückbekommen (falls da was drin ist)“.

Derweil verfolgt Niklas Pauli vor allem ein Thema: den Schutz von Gärten. Der 45-Jährige will alle Klein- und Freizeitgärten in den Bebauungsplan aufnehmen lassen, so dass sie nicht für einzelne Bauprojekte vernichtet werden können.

Zuletzt war Pauli im Römer sehr oft präsent. Der Kleingärtner besuchte mit seinen Mitstreiter:innen zahlreiche Ausschusssitzungen der Stadtverordneten und stritt für den Erhalt der Flächen seines Vereins. 44 Gärten in der Anlage „Am Graben“ sind akut bedroht, denn laut einer Machbarkeitsstudie müssen sie weichen, wenn sich die Europäische Schule am Ratsweg ansiedelt. „Ein Unding“, findet Niklas Pauli. Im Wahlkampf wird er dafür kämpfen, dass die Europäische Schule mit weniger Platz auskommt oder gar nicht an den Ratsweg zieht.

Die „Partei“ schickt einen Bembel ins Rennen.
Die „Partei“ schickt einen Bembel ins Rennen. © Rolf Oeser

OB-Wahl in Frankfurt: Viele Kandidatinnen und Kandidaten für Feldmann-Erbe

Jenseits des Schutzes für Kleingärten will sich Pauli auch um die Wirtschaftspolitik kümmern. Als Oberbürgermeister werde er eine Offensive für das Handwerk starten, kündigte er im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau an.

Zunächst aber muss geklärt werden, auf welcher Position Pauli auf dem Stimmzettel steht. Dabei wird er auf Losglück hoffen müssen. Der Wahlausschuss muss die vorderen Positionen an Vertreter:innen der Parteien im Römer vergeben – und zwar in der Reihenfolge ihres Ergebnisses bei der Kommunalwahl. Ganz oben auf dem Wahlzettel für den 5. März wird also Manuela Rottmann (Grüne) stehen, gefolgt von Uwe Becker (CDU) und Mike Josef (SPD). Als vierter Name wird Daniela Mehler-Würzbach (Linke) aufgeführt, dann kommen Yanki Pürsün (FDP), Andreas Lobenstein (AfD), Mathias Pfeiffer (BFF) und Katharina Tanczos („Die Partei“). Die Reihenfolge dahinter wird unter den parteilosen Bewerber:innen ausgelost.

Auch die Fahrkartenpreise in Frankfurt werden den Wahlkampf beeinflussen.

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