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Der neue Begegnungsraum steht allen offen.

Umzug

Nordwestzentrum Frankfurt: Das Biazza zieht um

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Die Begegnungsstätte für ältere Menschen im Nordwestzentrum hat neue Räume - und merkt schon erste positive Veränderungen.

Frankfurt - Die Begegnungsstätte Biazza-Nordwest ist innerhalb des Nordwestzentrums umgezogen. Seit 2018 gibt es das Angebot für Seniorinnen und Senioren bereits in Frankfurt und seitdem habe es sich zu einer wichtigen Anlaufstelle für ältere Menschen und deren Angehörige entwickelt, berichtet Projektkoordinatorin Sandra Erb.

Die neuen Räume liegen nun in unmittelbarer Nähe zum Ärztehaus am Tituscorso und seien sogar noch besser als der alte Standort. Durch die Nähe zu den häufig frequentierten Ärzten habe man bereits in den vergangenen zwei Wochen eine Zunahme der Laufkundschaft gespürt.

Das Biazza-Nordwest ist jetzt am Tituscorso 2b zu finden. Die Räume liegen am Osteingang des Nordwestzentrums. An diesem Eingang sind auch die Zugänge zur U-Bahn.

Die Öffnungszeiten sind Montag bis Mittwoch sowie am Freitag von 9 bis 13 Uhr. mic

Das Projekt Biazza versteht sich zum einen als Begegnungsstätte, in der Menschen zusammenkommen können. Sie können sich verabreden, Kaffee trinken oder einfach nur Zeit im Begegnungsraum verbringen. „Es haben sich schon Freundschaften ergeben“, berichtet Sandra Erb. Darüber hinaus organisieren die rund 30 ehrenamtlichen Helfer interessante Aktivitäten für die Senioren. Mal ist es ein Kino- oder Museumsbesuch, mal kreative oder bewegungsfördernde Angebote. Auch die Polizei schaut regelmäßig vorbei und informiert über die neusten Maschen von Trickbetrügern.

Eine dritte Aufgabe ist die generelle Information für Seniorinnen und Senioren. Wer Hilfe benötige oder Fragen zu Themen wie Mobilität, Pflege oder Demenz habe, könne spontan vorbeikommen.

Eine der Ehrenamtlichen ist Karola Stelzer. Sie war damals beim Spaziergang mit ihrem Hund auf Biazza aufmerksam geworden und hatte angeboten mitzuhelfen. „Ich veranstalte zum Beispiel einen Spielevormittag oder biete Puzzlen, Basteln oder Mandala malen an“, sagt sie. Stelzer probiert viel aus, um zu sehen, wo die Interessen der Teilnehmer liegen. Diese seien häufig verwitwet oder alleinstehend und entsprechend von Einsamkeit betroffen. „Das Beisammensein und das gemeinsame Erleben sind für die meisten am wichtigsten.“

Bei der Einweihung der neuen Räume bekräftigten Vertreter der Stiftung Diakonie Hessen und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft die große Bedeutung der Begegnungsstätte. Beide fördern das Projekt mit 30 000 beziehungsweise 20 000 Euro. Außerdem fördert die Deutsche Fernsehlotterie das Projekt und das Nordwestzentrum stellt die Räume kostenlos zur Verfügung. 2018 kamen mehr als 80 Personen ins Biazza.

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