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Kinder tanzen beim Choreografie-Workshop mit Be Shoo (unscharf im Vordergrund). 

Nordend

Nordend: Schüler tanzen, filmen und fotografieren

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Bei der Kinderkulturwoche in der Orangerie im Günthersburgpark nehmen mehr als 100 Schüler an Workshops zum Thema Licht und Farbe teil.

In dem Tanzkurs, der von zwei Hop-Hop-Tänzerinnen geleitet wird, haben Jungs und Mädchen innerhalb weniger Tage Tanzchoreografien gelernt und eigenständig welche entworfen. Während den Übungsstunden in der Orangerie am Günthersburgpark kommt Musik vom jamaikanischen Musiker Sean Paul aus den Lautsprechern und die Kinder befolgen die Anweisungen von Aylin, einer der beiden Tanzlehrerinnen. „Was muss ich beachten, wenn ich diesen Tanzschritt ausführe?““, fragt sie die etwa 30-köpfige Gruppe. Die antwortet ohne zu zögern: „Die Hüfte nach vorne bringen.“ Die Sechstklässlerin Elisabeth hat selbst schon Hip-Hop-Erfahrung und ist begeistert von dem Workshop: „Unsere Leiterinnen waren total locker drauf, ich habe viel Neues gelernt und es hat sehr viel Spaß gemacht.“ Solch eine Woche würde sie gerne noch einmal machen.

Der Kinderschutzbund Frankfurt beendet am heutigen Freitag seine achte Kinderkultur-Woche mit einer gemeinsamen Präsentation der fünf verschiedenen Workshops. Das Thema sei dieses Mal „Light and Colours“ gewesen, sagt Projektleiter Stefan Weiß, Licht und Farben also. Jedes Jahr gibt es eine anderes Motto. Mit den Kursen will der Kinderschutzbund Kinder an Kunst und Kultur heranführen.

Weit mehr als 100 Schülerinnen und Schüler aus sieben Frankfurter Schulen nahmen teil. Die Workshops waren in Film, Fotografie, Theater, Choreografie und Lichtinstallation unterteilt. „Am besten besucht war der Choreografiekurs“, sagt Weiß.

An einem der Stände wird ein Film erstellt, der dauere rund 20 Minuten, erklärt Ezra. Der Sechstklässler hat sich für den Filmworkshop entschieden, da er sich für Schauspiel und Film interessiert. Sahin, ein anderer Schüler, findet das Angebot des Workshops super. Hier bekämen sie auch das Schneiden beigebracht. „Ich hatte zwar eine Schneide-App am Handy aber das ist nichts im Vergleich zum Programm am PC.“

Fotografin Anna Pekala leitet den Fotografiekurs. „Die Kinder haben Langzeitbelichtungen gemacht,“ sagt sie. Das sind Fotos, bei denen die Kamera über mehrere Sekunden belichtet wird. Pekala hat den Kindern Taschenlampen gegeben. Die sind dann losgezogen und haben mit der Langzeitbelichtung verschiedene Motive, meist Star-Wars-Szenen, nachgestellt. „Das war im Grunde ein Experiment, da diese Art der Fotografie meistens bei Nacht aufgenommen wird“, sagt sie. Die besten fünfzig werden heute um 11 Uhr vorgestellt.

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