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Der Oeder Weg wird umgestaltet. Dafür sollen die Zufahrt für Autos vom Eschenheimer Tor aus am Metropolis-Kino gesperrt werden.
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Der Oeder Weg wird umgestaltet. Dafür sollen die Zufahrt für Autos vom Eschenheimer Tor aus am Metropolis-Kino gesperrt werden.

Nordend

Weniger Verkehr für Oeder Weg

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
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Straßenbauamt präsentiert im Ortsbeirat Pläne für Umgestaltung. Fußgänger:innen und Radfahrer:innen sollen künftig mehr Platz haben.

Mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer und mehr Grün, dafür weniger Parkplätze und eine Reduzierung des Durchgangsverkehrs. Das sind die Eckpunkte des Konzepts, wie der Oeder Weg im kommenden Jahr umgestaltet werden könnte. Mitarbeiter des Amtes für Straßenbau und Erschließung (ASE) stellten die Pläne in der Sitzung des Ortsbeirats 3 am Montagabend vor. Sie bekamen viel Lob, doch auch kritische Stimmen waren zu hören.

Der Oeder Weg soll im Rahmen des Radentscheids und eines Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung zu einer fahrradfreundlichen Nebenstraße umgebaut werden. Dafür soll der Verkehrsraum neu aufgeteilt werden, sagte Holger Müller vom ASE. Die Idee der Behörde sieht vor, den Parkstreifen in einen sogenannten Multifunktionsstreifen umzuwandeln. Dort könnten Flächen zum Verweilen und Fahrradstellplätze entstehen. Baumkübel und grüne Wohnzimmer sollen für mehr Aufenthaltsqualität sorgen.

Biergärten der Lokale könnten in den neuen Streifen verschoben werden, um mehr Platz für Fußgänger auf den Gehwegen zu schaffen, so Müller. Geplant seien zudem Andienungsflächen und Ladestellen für E-Autos. Auch geparkt werden könne dort weiterhin, nur würden ein Drittel der Stellflächen des Oeder Wegs wegfallen: Von derzeit 214 blieben 135.

Verkehrszählung

Im August 2018 hatte eine Zählung gezeigt, dass täglich 7000 Kraftfahrzeuge den Oeder Weg insgesamt in beide Richtungen befahren. Die meisten Fahrzeuge werden morgens stadteinwärts gezählt, eine zweite Spitze am Abend gab es nicht. Die Behörden gehen deshalb davon aus, dass es sich nur um Durchgangsverkehr handelt.

Radfahrer:innen wurden ebenfalls erfasst: insgesamt 4000 stadtein- und stadtauswärts. Bei den Zweiradfahrer:innen gab es eine Spitze morgens und eine abends.

Im Oktober 2020 gab es eine neue Zählung, deren Ergebnisse noch nicht vorliegen.

Bis zum 6. Dezember gibt es eine Ausstellung zum Umgestaltungskonzept an der Ecke Oeder Weg/Bornwiesenweg. Anregungen nimmt die Stadt per Mail an oederweg@stadt-frankfurt.de entgegen.

Damit der Oeder Weg nicht weiter als Durchfahrtsstraße genutzt wird, soll die Zufahrt vom Eschenheimer Tor aus künftig unterbunden werden. Nur über den Anlagenring können Anlieger:innen und der Bus dann von Süden aus in die Straße einbiegen, so Holger Müller. Um zum Parkhaus in der Querstraße zu gelangen, soll die dortige Einbahnstraßenregelung zum Teil aufgehoben werden. Eine Sperre ist an der Holzhausenstraße vorgesehen. Stadteinwärts könnten Kraftfahrzeuge nur nach links in die Holzhausenstraße abbiegen, gleiches gelte für die Strecke stadtauswärts.

Müller machte deutlich, dass es sich bei dem Konzept um keine fertige Planung handele. Zunächst sei ein Votum des Ortsbeirats nötig, wie das ASE weiter verfahren soll. Möglich sei, dass das Konzept als Test im kommenden Jahr starte. Bewähre es sich, könnten langfristig bauliche Veränderungen folgen.

Mehrere Bürger:innen lobten das Konzept. Derzeit sei es gefährlich, auf dem Oeder Weg mit dem Rad zu fahren. Ein Anwohner zeigte sich verwundert, dass nicht mehr getan werde, um den Autoverkehr zu reduzieren. Doch die Vorschläge gingen manchen auch zu weit. Ein Einzelhändler monierte etwa, dass seine Kunden auf Parkplätze angewiesen seien. Michael Wejwoda vom ASE wies darauf hin, Studien hätten gezeigt, dass das Gewerbe davon profitiere, wenn der Kraftverkehr zu Gunsten einer Aufwertung für Fußgänger:innen und Radfahrende reduziert werde. Zudem seien im Oeder Weg schon jetzt keine Stellflächen zu finden.

Der Ortsbeirat gab noch kein Votum ab. Mehrere Mitglieder begrüßten das Konzept, CDU und FDP lehnten ab. Sie befürchten vor allem negative Auswirkungen auf den Einzelhandel. Viele regten weitere Untersuchungen und Zählungen auch auf den angrenzenden Straßen an. Wichtig sei es, alle Menschen im Quartier zu beteiligen.

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