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Das Freiluftfestival Stoffel des Stalburg Theaters fand zuletzt im Sommer 2019 im Günthersburgpark statt. Dann kam Corona.
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Das Freiluftfestival Stoffel des Stalburg Theaters fand zuletzt im Sommer 2019 im Günthersburgpark statt. Dann kam Corona.

Nordend

Stoffel steht in den Startlöchern

  • VonMatthias Bittner
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Das beliebte Freiluftfestival des Stalburg Theaters im Günthersburgpark soll 2022 wieder stattfinden. Das hat sich das Team der kleinen Bühne in der Glauburgstraße vorgenommen. Es kommt aber auf die Rahmenbedingungen an. Spendenaktionen helfen nicht viel.

Geld können wir natürlich immer brauchen“, sagt Michi Herl. Der künstlerische Leiter des Stalburg-Theaters in der Glauburgstraße ist froh, dass es großzügige Kulturliebhaber gibt, die das kleine Theater finanziell unterstützen. Ganz ohne die ginge es nicht. Mit einer kürzlich gestarteten Spendenaktion zugunsten des Stoffel im Günthersburgpark im Nordend hat der 61-Jährige aber etwas Bauchschmerzen. „Das bringt uns gar nichts. Das Stoffel scheitert ja nicht am Geld, sondern an den aktuellen Corona-Auflagen“, sagt Herl. Freilich habe es Initiator Tilo Hillmer gut gemeint, freut er sich über dessen Engagement. Ein vorheriges Gespräch wäre trotzdem hilfreich gewesen, meint Herl.

„Das ist nicht böse gemeint, es sollte eher eine nette Überraschung werden, wenn ich das Geld übergebe“, sagt Hillmer. Unter dem Motto „Ich! Will! Stoffel! 2022! Spätestens!“ hatte Stoffel-Fan Hillmer auf der Plattform „Betterplace.Me“ eine Spendenaktion gestartet. Auf Facebook hatte er in einem Post darauf verwiesen, dass das Stalburg-Theater zunächst einmal 2021 schadlos überstehen müsse, um im kommenden Jahr wieder das Freiluftfestival im Park veranstalten zu können.

Ganz so schlecht wie dieser Post vermuten ließe, gehe es dem Stalburg-Theater nicht, betont Herl. Die Stadt unterstütze es mit monatlich 7500 Euro. „Davon sind schon mal die vier Mieten für das Theater, Büro und zwei Lagerräume bezahlt“, sagt Herl. Die 14 fest angestellten Mitarbeiter:innen, die allerdings nicht alle eine ganze Stelle haben, seien in Kurzarbeit. Der Vermieter in der Glauburgstraße habe von sich aus angeboten, bei finanziellen Engpässen noch etwas Spielraum bei der Miete zu haben.

Grundsätzlich stehe das Stalburg-Theater in den Startlöchern fürs Stoffel 2022. „Ich gehe davon aus, dass es stattfindet, im Februar müssen die Planungen beginnen – die Künstler müssen ja gebucht werden“, sagt Herl. Stoffel steht übrigens für „Stalburg Theater Offen Luft“. Vier Wochen lang werden im Sommer Musik, Theater oder Lesungen im Günthersburgpark geboten. Der Eintritt ist kostenlos, es wird um Spenden gebeten, schließlich wollen 70 000 Euro Fixkosten für Bühne, Personal, Stromkosten und dergleichen gedeckt sein. Rund 100 000 Besucher kommen pro Stoffel-Saison.

Ob Künstler vor 250 oder 5000 Besuchern auftreten, der Aufwand ist laut Herl der gleiche. Einziger Unterschied: Bei 250 rechne es sich nicht mehr. Da aktuell aber schwierig einzuschätzen sei, ob die Corona-Pandemie eingedämmt werden könne oder ein dauerhaftes Auf und Ab bei den Inzidenzen drohe, habe auch das Stoffel mit Unwägbarkeiten zu kämpfen.

Eines ist aber sicher: Sollte ein Zaun ums Festivalgelände errichtet werden müssen, um die Besucherzahlen kontrollieren zu können, gebe es kein Stoffel mehr. „Dann sind drinnen vielleicht 250 erlaubt und draußen stehen 2000 Leute rum – wie soll das funktionieren?“, fragt Herl.

Das ist aber noch Zukunftsmusik. Im Augenblick konzentriert sich das Stalburg-Team auf die Proben für den zweiten Teil des Stücks „Das Leben des Vernon Subutex“, das demnächst gespielt werden soll. Herl selbst schreibt gerade auch an einem neuen Stück, wie er sagt. Die Spendenaktion von Hillmer steht derzeit bei 180 Euro – etwas mehr wollte er eigentlich schon übergeben, sagt er.

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