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Musik zur Ermutigung: Aus dem Kirchturm der Wartburggemeinde, Hartmann-Ibach-Straße/Ecke Hallgartenstraße, haben Künstler vergangenes Jahr Konzerte gegeben. Der Erlös ging an die Obdachlosenhilfe der evangelischen Kirchengemeinde im Nordend.
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Musik zur Ermutigung: Aus dem Kirchturm der Wartburggemeinde, Hartmann-Ibach-Straße/Ecke Hallgartenstraße, haben Künstler vergangenes Jahr Konzerte gegeben. Der Erlös ging an die Obdachlosenhilfe der evangelischen Kirchengemeinde im Nordend.

Nordend

Stadtteilpreis für Corona-Engagement

Der Ortsbeirat 3 würdigt in diesem Jahr Institutionen und Initiativen, die sich in der Corona-Zeit für hilfsbedürftige Menschen einsetzen. Die Jury entschied sich für drei Preisträger im Nordend: Die evangelische Wartburggemeinde, die Frankfurter Bürgerstiftung und die Initiative Project Shelter.

Der Stadtteilpreis des Ortsbeirats 3 geht in diesem Jahr an gleich drei Preisträger. Das Stadtteilgremium zeichnet damit Institutionen aus, die sich in der Corona-Zeit für hilfsbedürftige Menschen einsetzen. Ein Drittel des mit 600 Euro dotierten Preises geht an die Evangelisch-lutherische Wartburggemeinde, die Frankfurter Bürgerstiftung und an das Project Shelter.

Die Kirchengemeinde an der Hartmann-Ibach-Straße wurde für ihr Gemeinschaftsfrühstück für Obdachlose und Arme ausgezeichnet. Die Ehrenamtlichen der Wartburggemeinde hätten das Angebot „auf kreative Weise“ der Pandemie angepasst, lobt Ortsvorsteherin Karin Guder (Grüne). So habe es zum Teil unter freiem Himmel stattgefunden, „es ist kein Frühstück ausgefallen“. Ergänzt wurde es mit der Ausgabe von Kleidung, Essensgutscheinen und Beratungsgesprächen. Auch die Spenden für die Turmkonzerte vergangenes Jahr kamen der Obdachlosenhilfe der Gemeinde zugute.

Die Frankfurter Bürgerstiftung erhielt den Preis, weil sie Projekte und Coronakonforme Veranstaltungsformate initiiert und durchgeführt hat, um das Holzhausenschlösschen weiterhin als Begegnungsstätte erhalten zu können, sagt Guder. Dadurch habe sie Künstlern ein Podium geboten, aufzutreten. Vor allem von der Reihe „Lernen mit Schlosskater Ferdinand“, die sich an Grundschulkinder mit besonderem Förderbedarf aus weniger privilegierten Familien richtet, war die Jury angetan. Gemeinsam mit Klassenlehrern habe die Stiftung Mädchen und Jungen online und analog unterstützt.

Lobenswert sei überdies der Einsatz der Initiative Project Shelter, die Wohnraum und Unterstützung für Geflüchtete organisiert, sagt die Ortsvorsteherin. Die Initiative setze sich für die Rechte und Bedürfnisse von Migrant:innen und obdachlosen Menschen ein, unterstütze sie bei der Unterbringung und der Miete sowie bei Behördengängen. Sie leiste medizinische Versorgung, Hilfe für Familien und Aufklärungsarbeit.

Preisübergabe fällt aus

Eine feierliche Übergabe des Stadtteilpreises wie in den vergangenen Jahren wird es wegen Corona nicht geben. Eine Urkunde und das Geld soll den drei Gewinnern zugeschickt werden. Wenn es die Pandemie zulässt, soll eine öffentliche Ehrung im Laufe des Jahres nachgeholt werden, sagt Guder. Insgesamt hatten sich acht Gruppen, Einrichtungen und Privatpersonen beworben. Der Ortsbeirat hatte sich mit zwei Gegenstimme für die drei Preisträger ausgesprochen. Manfred Zieran von Ökolinx hatte gefordert, dass nur Project Shelter das Geld erhält. Die Initiative sei die einzige, die den Betrag für ihre Arbeit tatsächlich benötige. Der Kirchengemeinde und der Bürgerstiftung könne auch eine Anerkennung ausgesprochen werden. Auch Hans-Georg Oeter (BFF) hatte für das Project Shelter votiert. Das Preisgeld sei so gering, dass es niemanden richtig helfe, erwidert Ortsvorsteherin Guder. Wolle der Ortsbeirat wirklich helfen, könne er der Initiative separat Geld geben. Die Auszeichnung des Stadtteilgremiums sei vielmehr „als Anerkennung und Sichtbarmachen“ zu verstehen.

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