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Wie eine Festung ist der Bunker inzwischen bis einschließlich der Dachaufbauten eingehaust. Foto: Monika Müller
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Wie eine Festung ist der Bunker inzwischen bis einschließlich der Dachaufbauten eingehaust.

Nordend

Sprengung am Glauburgbunker im Frankfurter Nordend

  • Boris Schlepper
    VonBoris Schlepper
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Kleine Explosionen sollen den Betonkoloss an der Schwarzburgstraße ab Mitte kommender Woche porös machen. Bis zu drei Detonationen wird es unter der Woche geben.

Ab Mitte kommender Woche wird es am Glauburgbunker voraussichtlich lauter. Dann will das Abbruchunternehmen dem Betonkoloss mit Sprengstoff zu Leibe rücken. Am Mittwoch, 3. November, soll es erste sogenannte Lockerungssprengungen geben, durch die der Stahlbeton des massiven Gebäudes porös wird, teilt das Kommunikationsunternehmen BCC des Bauherrn, der Delom GmbH, mit.

Geplant seien maximal drei Sprengungen pro Tag, sagt ein Sprecher von BCC, um die Beeinträchtigungen für die Nachbarschaft so gering wie möglich zu halten. Auch werde es an den Wochenenden keine Explosionen geben. Damit niemand zu Schaden kommt, werden Teile des Glauburgplatzes, die Lortzingstraße sowie die Schwarzburgstraße am Bunker während der Detonation für jeweils etwa 15 Minuten von der Polizei gesperrt. Der Pausenhof der angrenzenden Schwarzburgschule dagegen müsse nicht geräumt werden, er sei „weit genug entfernt“, so der BCC-Sprecher.

Auf die einzelnen Sprengungen soll durch Warnsignale kurz vor jeder Zündung hingewiesen werden: Zunächst kündigt ein langer Fanfarenstoß an, dass sich niemand mehr hinter den Absperrungen aufhalten darf. Zwei kurze Signale zeigen an, dass die Sprengladungen gezündet werden. Am Ende der Sprengungen ertönen dann drei kurze Fanfarenstöße.

Der Abriss soll insgesamt etwa ein halbes Jahr lang dauern. Er ist bei den Anliegern sehr umstritten, die monatelange Lärm- und Staubbeeinträchtigungen sowie hohe Feinstaubbelastung befürchten – auch für die nahe Grundschule und die Kindertagesstätte, die inzwischen jedoch temporär ausgelagert ist.

Eine Bürgerinitiative kämpft gegen den Abbruch. Die Bauaufsicht will den Abriss begleiten und plant Lärmmessungen. Das Bauunternehmen hat den Bunker mit einer zehn Meter hohen Schutzwand eingehaust. Die Dachaufbauten sind ebenfalls eingerüstet, um die Belastungen für die Anliegerinnen und Anlieger möglichst gering zu halten.

Die Delom GmbH will den Glauburgbunker abreißen und dort eine Wohnbebauung errichten. Im Erdgeschoss ist Platz für eine öffentliche soziale und kulturelle Nutzung geplant. Noch ist offen, wie die Räume künftig belegt werden, sagt die Vorsteherin des Ortsbeirats 3, Karin Guder (Grüne). Bewerber gebe es mehrere, doch seien weitere Absprachen zwischen dem Bauherrn, dem Ortsbeirat und dem Kulturdezernat nötig, „da geht es leider nicht voran“.

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