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Seit fünf Jahren engagiert sich Doris Santifaller ehrenamtlich im Oxfam-Laden im Oeder Weg.
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Seit fünf Jahren engagiert sich Doris Santifaller ehrenamtlich im Oxfam-Laden im Oeder Weg.

Nordend

Oxfam-Laden im Nordend: „Für Demos bin ich zu alt“

  • Helen Schindler
    VonHelen Schindler
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Die 68 Jahre alte Doris Santifaller engagiert sich ehrenamtlich im Oxfam-Laden am Oeder Weg. Die Hilfsorganisation sucht noch Verstärkung.

Doris Santifaller ist früh aufgestanden, damit das Schaufenster des Oxfam-Ladens im Oeder Weg perfekt aussieht, wenn das Geschäft um 10 Uhr öffnet. Jeden Donnerstag um 7 Uhr fängt die 68-Jährige an zu dekorieren, jede Woche überlegt sie sich dafür ein anderes Motto. Letztens war es der Ironman, davor drehte sich alles um den Schulanfang. „Wir erzählen immer eine Geschichte“, sagt Santifaller mit einem Lächeln im Gesicht.

Seit fünf Jahren engagiert sich Santifaller ehrenamtlich bei Oxfam, seit es das Geschäft auf dem Oeder Weg gibt. „Ich war damals gerade in Rente gegangen und auf der Suche nach einem neuen Projekt“, erinnert sich die ehemalige pädagogische Leiterin der Kita Frankfurt, die schräg gegenüber des Geschäfts wohnt. „Da kam es gerade recht, dass der Oxfam-Laden Unterstützung suchte.“

Genau wie damals, steht auch jetzt ein Schild vor dem Geschäft, mit dem Hinweis, dass Unterstützung gesucht wird. Vor der Pandemie haben 50 Menschen dort gearbeitet, momentan sind es nur noch 40. Denn nach den langen Phasen des Lockdowns sind nicht alle Helferinnen und Helfer zurückgekehrt. Deshalb sucht der Laden, ebenso wie der am Merianplatz, dringend Verstärkung.

Momentan sei es schwierig, alle Schichten zu besetzen, weswegen die Shops nur eingeschränkte Öffnungszeiten anbieten können. So hat der Store montags nur von 10 bis 17, statt bis 19 Uhr geöffnet, ansonsten von 10 bis 19 Uhr. „Das geht nur, weil viele mehr arbeiten, als sie eigentlich sollten“, sagt Claudia Becker-Bergemann, eine der zwei Shopleiterinnen.

Sie findet: „Die Phasen der Lockdowns haben wir ziemlich gut gelöst.“ Oxfam hat keinen Webshop, um trotzdem weiterhin präsent zu sein, habe das Team das Schaufenster als Verkaufsfläche genutzt. „Wir haben das täglich, stündlich, permanent umdekoriert und vor Ort oder am Telefon verkauft“, so die Shopleiterin. „Das haben wir mit sehr wenig Personal geschafft. Wir sind als Team so zusammen gewachsen, wir sind unglaublich motiviert und halten zusammen.“

Um bei Oxfam zu arbeiten, sind keine Vorerfahrungen nötig, „von uns kommt keiner aus dem Textilbereich“, sagt Doris Santifaller. Wichtig sei vor allem, dass Interessierte fünf Stunden pro Woche Zeit haben, um im Secondhand-Laden mit anzupacken.

Doris Santifaller und ihre Kolleginnen und Kollegen nehmen Sachspenden entgegen, sortieren und bepreisen die Ware, beraten Kundinnen und Kunden und kassieren. Die Gewinne aus den Shops setzt die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam für humanitäre Hilfe, langfristige Entwicklungsprojekte und politische Kampagnenarbeit ein. Aktuell wird etwa in Indien Nothilfe geleistet, zur Bekämpfung der Pandemie.

Auf die Frage, warum sie ehrenamtlich bei Oxfam arbeitet, sagt Santifaller: „Das hat mit meiner Weltanschauung zu tun. Für Demos bin ich zu alt, aber hier kann ich noch etwas beitragen.“

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