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Öffentlichen Party in Frankfurt: „Ich habe das Gefühl, der Luisenplatz wird out“

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Von: Matthias Bittner

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Waren es im Sommer noch 1000 Besucher:innen, die sich am Luisenplatz trafen, kamen Anfang September gerademal 45.
Waren es im Sommer noch 1000 Besucher:innen, die sich am Luisenplatz in Frankfurt trafen, kamen Anfang September gerade mal 45. © Rolf Oeser

Die Ordnungsdezernentin setzt darauf, dass die Partys in Frankfurt von alleine aufhören. Die Anwohner fühlen sich nicht gehört.

Frankfurt – Gute Nachrichten gibt es vom Luisenplatz: Silke Jungfleisch von der gleichnamigen Bürgerinitiative berichtete in der Sitzung des Ortsbeirates 3 (Nordend) am Donnerstagabend (15. September), dass die Zahl der Besucherinnen und Besucher freitags deutlich gesunken sei. Die offiziellen Zahlen belegen das: Am 2. September waren es 45, am 10. Juni waren mit 1000 Besucher:innen die meisten in diesem Jahr am Luisenplatz gezählt worden. „Ich habe das Gefühl, der Luisenplatz wird out“, sagte Jungfleisch.

Dass der Rückgang ein Erfolg des Strategiewechsels sei, wie Ordnungsdezernentin Annette Rinn (FDP) es formuliert, sei nicht zu belegen. Wahrscheinlicher sei, dass es den Feiernden zu kalt sei, die Baustelle am Luisenplatz störe oder eben einfach andere Angebote genutzt würden. „Das Problem ist aber nicht gelöst, ich bitte weiter um die Unterstützung des Ortsbeirates“, so Jungfleisch.

Öffentliche Partys in Frankfurt: Kritik an Ordnungsdezernentin hält an

Ihre Kritik an Rinns Vorgehen erneuerte sie. Die Ordnungsdezernentin habe den Strategiewechsel eigenmächtig entschieden. Die Meinung der Teilnehmer:innen des Runden Tisches habe keine Rolle gespielt.

Seit knapp zwei Monaten wird der Friedberger Platz nach dem Wochenmarkt nicht mehr um 22 Uhr geräumt, die Party soll sich bis etwa 23.30 Uhr von selbst auflösen. Im Idealfall, so die Hoffnung, ziehen die Feiernden dann erst gar nicht mehr zu den anderen Plätzen, um dort weiterzumachen. Gesäubert werden die Plätze nicht mehr schon Freitagnacht, sondern erst am Samstag frühmorgens.

Friedberger Platz und Luisenplatz: Öffentliche Partys in Frankfurt werden kleiner

Die Befürchtung, dass die Anwohner:innen des Friedberger Platzes die Leidtragenden seien, hat sich nicht bewahrheitet. Vergangenen Freitag (9. September) waren zwischen 22 und 23 Uhr noch 250 Feiernde dort – am 12. August war die Zahl sechsmal höher. CDU-Fraktionsvorsitzende Claudia Ehrhardt glaubt jedoch, dass die Anwohner:innen frustriert sind und sich nicht mehr beschweren. (bit)

Der Streit um die Partys auf dem Luisenplatz in Frankfurt dauert bereits einige Zeit an. Lärm, Müll, Wildpinkeln, Vandalismus und Sicherheit zählen zu den Problemen.

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